HUDE - Sät die Aussicht auf die Schaffung von Bauplätzen im Außenbereich „Neid und Zwietracht in den Dörfern“, so wie es CDU-Fraktionschef Carsten Möhlenbrock befürchtet? Oder bietet sich, wie von SPD-Ratsfrau Ulrike Janz-Janzen erhofft, die „große Chance, um Bauerschaften am Leben zu erhalten“? Der Huder Gemeinderat folgte am Donnerstagabend mehrheitlich der zweiten Sichtweise und beschloss eine städtebauliche Leitlinie für den ländlichen Raum.
Dagegen stimmten nur zehn Christdemokraten. „Das weckt Erwartungen, die nicht erfüllt werden können“, warnte Fraktionschef Möhlenbrock. Er sah bei jedem Hofbesitzwechsel Auseinandersetzungen vorprogrammiert. Solche Bedenken fand Kurt Bisanz (LBfH) allerdings „überzogen“. Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Heiko Aschenbeck sah keinen Grund zur Panik: „Wir machen hier kein Scheunentor auf, sondern öffnen die Tür nur einen kleinen Spalt breit.“ Birte Wachtendorf (Grüne) war ebenfalls dafür, „zu prüfen, was möglich ist.“
Der fraktionslose Jörg Kreusel war der Ansicht, dass der Beschluss „zu früh“ kommt. Er war dafür, den Entwicklungsprozess im Rahmen der Dorferneuerung in Vielstedt, Nordenholz und Nordenholzermoor abzuwarten. CDU-Ratsherr Peter Linnemann, der als Arbeitskreis-Mitglied an der Dorferneuerung mitwirkt, plädierte für die genau entgegen gesetzte Vorgehensweise; „Wir brauchen so etwas wie die Leitlinie, sonst sitzen wir in den Workshops auf dem Trockenen“, drängte der Christdemokrat, der als Einziger aus der CDU-Fraktion mit SPD, FDP, LBfH und Grünen stimmte.
Die Leitlinie beinhaltet folgende Aussagen:
im ländlichen Raum sollen Baumöglichkeiten für Familienangehörige der dort ansässigen Bevölkerung geschaffen werden:
Voraussetzung für die Entwicklung von Bauland ist das Vorhandensein gewachsener Strukturen, die eine Ortsteilqualität ausmachen;
eine Baulandentwicklung im Außenbereich ist nur unter Berücksichtigung der Belange der Landwirtschaft sowie der Natur und Umwelt möglich.
Bei der CDU stimmt nur Peter Linnemann für die Leitlinie
