HUDE - HUDE - Der alte Vorsitzende ist auch der neue: Paul-Heinz Pung, der in den vergangenen fünf Jahren an der Spitze der Huder Seniorenvertretung stand, wurde gestern auf der konstituierenden Sitzung des Gremiums, das ab 1. November offiziell im Amt sein wird, einstimmig in seinem Posten bestätigt. Anwesend waren im Rathaussaal 32 Delegierte jener Verbände und Vereine aus der Gemeinde Hude, die ältere Menschen als Mitglieder haben oder sich für deren Belange einsetzen. Zu seinen vier Stellvertreten wurden Walter Kutschmann von der Adventgemeinde, Gertrud Bümmerstädt vom Landfrauenverein Wüsting, Peter Buhl vom TV Hude und Siegfried Hoffmann vom Bürgerverein Wüsting gewählt, die beiden letzten in Abwesenheit. Nicht wieder zur Wahl stellten sich Almut Meyer und Erich Speckmann.

Mit Hinweis auf die immer älter werdende Bevölkerung hatte Hudes Bürgermeister Axel Jahnz in seiner Begrüßungsrede die Notwendigkeit und Bedeutung der Seniorenvertretung hervorgehoben. Dadurch stellten sich der Gemeinde auch neue Aufgaben, zum Beispiel die Barrierefreiheit, wo es durchaus noch Nachholbedarf gebe. Jahnz forderte das Gremium auf, auch in Zukunft kritisch und konstruktiv mitzuarbeiten. „Wir brauchen eine laute Stimme, die sich zu Wort meldet“, erklärte er und ergänzte: „Sie gestalten aktiv das Leben in der Gemeinde mit“.

Pung zog danach eine ausführliche Bilanz der Arbeit in den vergangenen fünf Jahren. Uwe Schubert von der Gemeindeverwaltung sei Ansprechpartner gewesen und habe stets ein offenes Ohr gehabt. In den Genuss der Seniorenförderung kommen 43 Verbände, die mehr als 20 Mitglieder über 60 Jahren haben. Da die Mittel nicht ausreichten (zuletzt 3200 Euro jährlich), sei stets nur der Grundbetrag gezahlt worden.

Auf Gemeindeebene sei die Seniorenvertretung im Gemeindeentwicklungsausschuss und im Jugend-, Sport- und Sozialausschuss beratend tätig gewesen, außerdem im Präventionsrat und im Partnerschafts-Komitee. In Holle sei ein Single-Club ins Leben gerufen worden, in Hude finde monatlich ein Seniorenklönschnack statt. Aktiv war man auch auf Kreisebene bei einer Arbeitsgemeinschaft der (2004 aufgelösten) Leitstelle Älterwerden. Bei den drei bis vier jährlichen Sitzungen seien die zum Teil erheblichen Unterschiede in den Gemeinden zu Tage getreten. Herbert Lueken aus Munderloh werde künftig die Senioren im Kreis-Sozialausschuss vertreten.

„Wir werden satt Arbeit haben“, schätzte Pung in seinem Schlusswort die künftige Tätigkeit der Seniorenvertretung ein.