HUDE - Der geplante Fuß- und Radweg an der Wilhelmstraße geht zur Beratung zurück in die Fraktionen. Die Anlieger sollen bei der Umsetzung eingebunden werden.

von Anja Rohde

HUDE - Bereits breit diskutiert und mehrfach geändert wurde der Bebauungsplan „Hude II - Stöverskamp“. In seiner gestrigen Sitzung stimmte der Ausschuss für Gemeindeentwicklung des Rats der Gemeinde Hude gegen die Stimmen der Kreusel-Fraktion der Neufassung des Bebauungsplans zu.

Der geänderte Entwurf sieht vor, in dem 7,2 Hektar großen Baugebiet nordöstlich der Bahnlinie, das im Norden durch die Landesstraße Auf der Nordheide und im Süden durch den Stöverskamp begrenzt wird, nun doch einen Bereich zu schaffen, der dem Einzelhandel keine Einschränkungen auferlegt. Dazu ist eine Ortsmitte abgegrenzt worden, die im Bereich entlang der Nordheide bis zur Blumenstraße und am Stöverskamp bis zur Einmündung der Max-von-Eyth-Straße verläuft. Nur dort dürfen, im Gegensatz zum restlichen Neubaugebiet, Einzelhandelsgeschäfte Waren des täglichen Bedarfs verkaufen. Damit knüpfen die Planungen an das vom Rat im vergangenen Jahr beschlossene Einzelhandelsentwicklungskonzept an.

Der überarbeitete Entwurf gliedert zudem die Planungsfläche in ein allgemeines Wohngebiet mit Einzel- und Doppelhäusern und in ein Mischgebiet. Der Verlauf der Max-von-Eyth-Straße, der ebenfalls kritisiert worden war, weil die dort vorhandenen Grundstücke einen ungünstigen Zuschnitt hatten und schwer zu bebauen waren, wurde ebenfalls überarbeitet. „Das ist eine gute Kompromisslösung“, bewertete Ausschussmitglied Ulrike Janz-Janzen (SPD) den neuen Entwurf.

Auch der geplante Fuß- und Radweg entlang der Wilhelmstraße zwischen der Friedrich- und der Königsstraße stand auf der Tagesordnung. Dass der Rad- und Fußweg als Maßnahme zur Sicherung des Schulwegs kommen müsse, darüber waren sich die Ausschussmitglieder weitestgehend einig. „Es besteht Bedarf“, betonte Birte Wachtendorf (Bündnis 90/Die Grünen).

Rund 30 000 Euro soll ein Geh- und Radweg in einfacher Ausführung mit so genannter wassergebundener Decke (Split- oder Kiesweg) kosten. Da jedoch auch eine Grundsanierung der Wilhelmstraße von der Gemeinde in Erwägung gezogen wird, stellte sich für die Ausschussmitglieder die Frage, ob dies die richtige Lösung ist. Der Huder Bürgermeister Axel Jahnz sprach sich dafür aus, den Ausbau des Geh- und Radwegs von vornherein so zu gestalten, dass er ohne großen zusätzlichen finanziellen und baulichen Aufwand in ein Gesamtkonzept eingegliedert werden könne. „Der Radweg muss kommen und wir binden die Anlieger in die Umsetzung mit ein“, sagte er.

Mit einer Enthaltung stimmten die Ausschussmitglieder dafür, den Bau des Rad- und Fußwegs unter diesem Gesichtspunkt erneut in den Fraktionen zu beraten.