HUDE - HUDE/RED - Für die Weiterführung der Erschließungsstraße vom geplanten Lidl-Markt auf dem Wenke-Areal zum Torfplatz hat der Gemeindeentwicklungsausschuss (GEA) in seiner gestrigen Sitzung noch kein Votum abgegeben. Stattdessen sollen auf Antrag der CDU zunächst weitere Gespräche mit den Grundstückseigentümern geführt werden. Bürgermeister Axel Jahnz kündigte an, diese zügig führen zu wollen, damit in der nächsten Sitzung dieses Gremiums am 11. Mai bereits die Meinung der Eigentümer feststeht. Planer Michael Meier vom Büro NWP hatte zuvor noch einmal kurz die vier Varianten dargelegt (die NWZ hatte sie kürzlich in einer Grafik veröffentlicht).
Als einzige Fraktion hatte die SPD bereits eine Vorliebe für Variante 3 geäußert, die eine Straßenführung eng an der Bahnlinie entlang vorsieht. Zudem lässt diese Variante relativ viel Bebauung auf dem rückwärtigen Teil der an der Parkstraße liegenden Grundstücke zu – und auch Flächen zum Parken sowie zum Verweilen auf einem offenen Platz. „Das halten wir städtebaulich für am gelungensten“, sagte Ulrike Janz-Janzen. Birte Wachtendorf (Grüne) hingegen plädierte für diejenigen zwei der drei anderen Varianten, bei denen die Straße von der Bahn weiter entfernt verläuft. Grund: Diese Varianten erlaubten die Anlegung eines Regenrückhaltebeckens im Planungsgebiet. „Das Wasser sollte da versickern, wo es anfällt“, so Wachtendorf. Von den anderen Fraktionen kam noch keine Präferenz für eine Variante.
Auf Nachfrage von Ursula Budde (LBfH) teilte die Verwaltung mit, dass die Anlieger bei diesem erstmaligen Ausbau der Straße einen Kostenanteil von 90 Prozent zu tragen hätten, die Gemeinde wäre mit zehn Prozent dabei.
Vorgestellt hat Planer Meier zudem drei Entwürfe für das geplante Baugebiet zwischen Heinrichstraße und Wilhelmstraße. Die Anbindung erfolgt demnach in jedem Fall über die Wilhelmstraße – in einem Fall mit einer Ringstraße, also zwei Einmündungen an der Wilhelmstraße, und in den anderen beiden Fällen mit nur einer Einmündung. In diesen Fällen soll das Gebiet dann durch Stichstraßen weiter erschlossen werden.
Im südlichsten „Zipfel“ des Baugebietes (an der Heinrichstraße) ist in einer der beiden Varianten eine separate Fläche für Seniorenwohnungen vorgesehen. Hier würde die Straßenanbindung nach Meiers Vorstellung über die Heinrichstraße erfolgen. Die Seniorenwohnungen (16 Wohneinheiten) will ein Investor mit Sitz in Oldenburg errichten.
