HUDE - HUDE/RED - Ein volles Programm mit einigen Entscheidungen und manchen Vorentscheidungen haben die Mitglieder des Huder Gemeinderates in der kommenden Woche zu absolvieren. Nach der Sitzung des Sozialausschusses am Montag (17 Uhr, Rathaus, u. a. Thema Kleinkinderbetreuung) tagt am Mittwoch der Gemeindeentwicklungsausschuss (16 Uhr, Rathaus), und am Donnerstag schließlich finden nacheinander Sitzung des Verwaltungsausschusses (VA) und des Rates statt.

Der VA tagt ab 15.30 Uhr wie üblich hinter verschlossenen Türen und bereitet die Sitzung des Gemeinderates vor. Dabei geht es um die Ansiedlung eines Supermarktes in Hude-Süd. Dies steht denn auch in der öffentlichen Ratssitzung ab 17 Uhr im Rathaus auf der Tagesordnung. Zuvor wird es noch um einen Änderungsantrag von FDP- und Kreusel-Fraktion gehen, einen Markt auf dem Verzinkerei-Gelände statt an der Breslauer Straße zu ermöglichen. Außerdem befasst sich der Gemeinderat mit dem Antrag der CDU, in der nächsten Wahlperiode (ab 2006) den Gemeinderat zu verkleinern. Dies erlaubt die Niedersächsische Gemeindeordnung bei einem entsprechenden Votum des Gemeinderates. Die CDU hatte vorgeschlagen, den Rat um vier Mitglieder auf 29 zu reduzieren (28 Ratsmitglieder plus Bürgermeister) und verspricht sich davon Kostenreduzierungen von rund 10 000 Euro im Jahr – sowie eine effizientere Arbeit des Rates. Vorbild sind der Landkreis sowie die Gemeinden Ganderkesee und Hatten, die entsprechende

Beschlüsse bereits gefasst haben. Der Rat hat bei den genannten Fragen das entscheiden Wort.

Am Mittwoch hat der Gemeindeentwicklungsausschuss (GEA) eine Führung der Erschließungsstraße von der Parkstraße über den geplanten Lidl-Markt zum Torfplatz (die NWZ stellte die vier Varianten vor) zu empfehlen. Zudem geht es um ein geplantes Baugebiet im Viereck zwischen Wilhelmstraße, Friedrichstraße, Heinrichstraße und dem gemeindeeigenen Pfad zwischen Heinrichstraße und Wilhelmstraße. Hierzu stellt ein Planer einen Vorentwurf vor.

Außerdem werden für das „Ansiedlungsgebiet“ auf dem ehemaligen Wienerberger-/Betonwerk-Gelände die Einwendungen von „Trägern öffentlicher Belange“ wie etwa Versorgungsunternehmen diskutiert. Unter anderem haben auch das Straßenbauamt Oldenburg und die Gemeinde Ganderkesee wegen der Konsequenzen für den Verkehr Eingaben gemacht. Vorgestellt wird zudem der Straßennetz-Hierarchieplan für die Gemeinde. Dieser beruht auf Zählungen, woraus sich eine Rangfolge der Nutzung der Gemeindestraßen ergibt. Er dient u. a. als Beleg für mögliche Fördermaßnahmen.