HUDE - Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen: Für eine „Jahrhundertplanung“ wie den Neubau des Tunnels an der K 226 (Vielstedter Straße) hält die Huder CDU-Fraktion eine Bürgerbeteiligung erforderlich, die weit über das übliche Maß hinaus geht. Die Christdemokraten haben dazu einen Verfahrensvorschlag entwickelt, den sie in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt am 10.  November behandelt wissen möchten.

Bisher erfolgt die Bürgerbeteiligung bei Bebauungsplänen ausschließlich durch eine abendliche Bürgerversammlung. „Darin können die Komplexität und Auswirkungen der Planung weder ausreichend vermittelt noch gebührend erörtert werden“, meint CDU-Ratsherr Carsten Möhlenbrock. „Wir können es uns angesichts der Tragweite des Tunnelprojekts nicht erlauben, die Beteiligung der Bürger auf den Moment eines Abends zu reduzieren.“ Ziel der CDU sei es, den Bürgern einen ausführlichen Dialog anzubieten, der Kritiker und Befürworter des Vorhabens zu Wort kommen lässt.

Eingeläutet werden sollte die Bürgerbeteiligung aus Sicht der Christdemokraten durch eine moderierte Auftaktveranstaltung, an der Bürger, Verwaltungsvertreter, Ratsmitglieder, Planer und andere Fachleute teilnehmen sollen. Dabei soll die Planung vorgestellt werden. In einer weiteren öffentlichen Informationsveranstaltung möchte die CDU, dass alle Fragen, Bedenken, Erwartungen oder Befürchtungen visualisiert und bestimmte Themen in Arbeitsgruppen behandelt werden. Um gemeinsame Lösungen zu erarbeiten, schlägt die CDU Einzelveranstaltungen mit Anliegern, Gewerbetreibenden, Grundstückseigentümern, Schulen und weiteren Betroffenen vor.

Die Ergebnisse sollen Verwaltung, Planer und Moderator für die Ratsgremien und die Öffentlichkeit zusammenfassen und als Grundlage für Veränderungen an der Planung nutzen.