HUDE - Die Huder Expedition zum „Kuhpol“ geht in die heiße Phase. Nachdem sich die Gemeinde 2007 mit einem qualifizierten Antrag als Standort für das von der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN) geplante Zentrum, das dem „Wunderwerk Kuh“ ein Denkmal setzen soll, beworben hatte, wird in Kürze eine Entscheidung fallen – und Hude, dass seine Absichten noch einmal vertieft hat, hat scheinbar beste Chancen, die beiden anderen interessierten Kommunen auszustechen.

„Hude liegt sehr gut im Rennen“, bestätigte LVN-Geschäftsführerin Kristine Kindler am Mittwoch auf NWZ -Anfrage. Die Gemeinde sei mit „sehr viel Herzblut dabei“ und habe die Bewerbung „auf breite Beine gestellt“, so Kindler, die der Entscheidung der Kommission aber nicht vorgreifen kann und will. Das sechsköpfige Gremium, in dem Vertreter der Erzeuger- und Molkereiseite aus ganz Niedersachsen, zum Beispiel vom Bauernverband und beiden Genossenschaftsverbänden, sitzen, wird sich im November beraten und bis Ende des Monats zu einer endgültigen Entscheidung kommen.

Neben Hude sind nun nur noch zwei weitere Kommunen im Rennen, bestätigte Kindler. Die Bewerbungsfrist läuft erst am 31. Oktober ab, aber es dürften wohl keine weiteren Bewerber hinzukommen. „Es ist ja nicht so, dass man einen Testbericht liest und ein Auto kauft“, so Kindler. Die Planung eines solchen Großprojekts hätte eine „andere Dimension“.

„Wir haben vor Kurzem das gesamte Bewerbungspaket vertieft“, bestätigte Bürgermeister Axel Jahnz auf Anfrage der NWZ . „Ich bin mir sicher, dass wir uns sehr gut präsentiert haben. Man muss ja nicht nur eine Fläche zur Verfügung haben – die ganze Infrastruktur muss stimmen.“

Wenn die Kommission entschieden hat, beginnen die Vertragsverhandlungen über die Realisierung des Projekts. Die konkrete Umsetzung und Nutzung, so Kindler, sei aber Sache der Gemeinde. Sie kann bestimmen, welcher der drei im Ideenwettbewerb erstplatzierten Entwürfe an welchem Standort und auf welche Weise umgesetzt wird. Es hat bereits Standortanalysen gegeben, nähere Details dazu gibt es aber noch nicht.

Bei der Planung arbeitet Hude mit dem renommierten Planungsbüro „Petri und Thiemann“, das unter anderem bereits das Bremer Universum betreut hat, zusammen. „Wenn wir etwas machen, dann richtig“, so Jahnz. „Wir haben mit der Bewerbung einen ersten Flock gesetzt und uns gut positioniert. Ich hoffe, dass wir die Kommission überzeugen können.“