HUDE - Bauland ist im Kernort Hude bekanntlich Mangelware: Nach Angaben von Roland Arndt, der im Rathaus für die Grundstücksvermarktung zuständig ist, gibt es gut 80 Interessenten, die sofort zugreifen würden. Mehr als ein Drittel der Bauwilligen kommt aus Hude – „damit ließe sich aus dem Stand heraus ein Baugebiet füllen“, sagt Arndt.

Den Stillstand sieht die CDU-Fraktion im Huder Rat mit Sorge: „Wir laufen Gefahr, die von uns gewollten Zielgruppen – junge Familien, Senioren und Finanzkräftige – abwandern zu lassen, denn Bauwillige in Hude sind nicht mit einem Hinweis auf Bauland in Wüsting zufriedenzustellen“, mahnt Fraktionschef Horst Linnemann.

Die Christdemokraten beantragen nun eine „schnellere Überführung“ der im neuen Flächennutzungsplan ausgewiesenen Wohnbauflächen in tatsächliches Bauland. Allein für Hude enthält der Plan fünf neue Flächen mit einer Größenordnung von knapp 19 Hektar. Hinzu kommen noch neun Flächen mit 8,3 Hektar aus bisher noch nicht genutzten Baulandflächen, so genannte Reserveflächen, die sich überwiegend aus Baulücken rekrutieren. „Bei einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von etwa 700 Quadratmetern ergeben sich damit weit über 350 Baugrundstücke“, rechnet Linnemann vor. In der Praxis verhindert allerdings oft die fehlende Verkaufsbereitschaft von Eigentümern den Zugriff auf Flächen. Die CDU will daher von der Gemeindeverwaltung für jedes neu ausgewiesene Areal und für jede Reservefläche wissen, wann und mit welchem Ergebnis Verhandlungen mit Eigentümern geführt wurden. Außerdem wollen die Christdemokraten Auskunft darüber, wann mit einer Umwandlung in Bauland zu rechnen ist.

„Erst wenn diese Aussagen vorliegen, können wir die erforderlichen Weichenstellungen für Hude initiieren und auch gegebenenfalls das Wohnbaugebiet Hude-Süd, für das meine Fraktion eine Verkehrsplanung beantragt hat, schneller vorantreiben“, ist Linnemann überzeugt.