Hude/Wüsting - Innerhalb der vierköpfigen FDP-Fraktion im Huder Rat wird sich in der Ratssitzung am 26. September ein Wechsel vollziehen. FDP-Ratsmitglied Pascal Buntrock ist aus privaten und beruflichen Gründen nach Schleswig-Holstein gezogen. Als Nachrücker wird Andre Heinemann seinen Sitz im Gemeinderat übernehmen. Der 39-jährige Landwirt aus Oberhausen ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die Familie bewirtschaftet einen Milchviehbetrieb.
Schon seit mehr als zehn Jahren ist Heinemann Mitglied der FDP. „Die Diskussionskultur hat mir gefallen“, sagt Heinemann zu seinen ersten Kontakten mit den Liberalen aus Hude und Wüsting. Mittlerweile ist er seit März 2019 Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes. Schon seit zwei Jahren gehört er als stellvertretender Vorsitzender dem FDP-Kreisvorstand an. Auf Landesebene wirkt er im Fachausschuss ländlicher Raum der FDP mit.
Was Andre Heinemann am Herzen liegt, ist auch die Infrastruktur im ländlichen Raum. Die Breitbandversorgung sei dabei ein sehr großes Thema. „Wer das nicht hat, wird abgehängt“, sagt Heinemann. Das gelte für kleine Unternehmen im Außenbereich, für die Landwirtschaft, für Gaststätten, aber auch im privaten Bereich.
Zur Infrastruktur gehören laut Heinemann auch vernünftige Schulen in der gesamten Gemeinde, „wenn ich Kinder vernünftig ausbilden will“. Bei der Peter-Ustinov-Schule in Hude sei schon viel passiert. „Bei den Grundschulen müssen wir noch nachjustieren“, sagt Heinemann.
Im Blickpunkt stehe dabei aktuell auch die Grundschule Wüsting. Es sei wichtig, die baulichen Mängel endlich zu beseitigen, so FDP-Fraktionschefin Marlies Pape. Hier gelte es, bei den anstehenden Haushaltsberatungen Prioritäten neu zu setzen.
Was nütze es, wenn man den Kindern eine schuldenfreie Gemeinde übergebe, aber die Infrastruktur dabei vor die Hunde gehe, so Andre Heinemann. Wichtig sei es auch, konzeptionell die Entwicklung der Ortskerne, gerade auch in Hude und Wüsting immer im Auge zu behalten, wenn neues Bauland ausgewiesen werde.
Wichtig ist den Liberalen laut Fraktionsmitglied Dieter Dalle zudem ein wertschätzender Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern, um „gemeinsam die Dörfer zu bewegen“. Man müsse miteinander reden, bevor weitreichende Entscheidungen von der Politik getroffen würden.
Die FDP-Fraktion wolle eigenständige Politik machen. „Wir sind kein Anhängsel der CDU, das haben wir etliche Male bewiesen“, betont Dalle. „Bei uns ist jeder willkommen, der seine eigene Meinung sagt.“
