HUDE/WüSTING - HUDE/WÜSTING/RED - Der Huder Gemeinderat hat in seiner Sitzung gestern Abend die Kinderkrippe in Wüsting auf den Weg gebracht und auch einen Grundsatzbeschluss für die Ansiedlung eines Einkaufsmarktes an der Breslauer Straße/Hohe Straße gefasst. Dort kann sich – vorbehaltlich geologischer Untersuchungen über die Bodenbelastung – ein „Plus“-Markt ansiedeln. Abgelehnt worden ist hingegen erneut ein gemeinsamer Antrag der FDP- und der Kreusel-Fraktion, stattdessen auf dem ehemaligen Verzinkerei-Gelände einen Grundversorger für Hude-Süd zu genehmigen.

Diese beiden Beschlüsse zum Thema Einkauf in Hude-Süd fielen nach mehr als zweieinhalbstündiger Diskussion – nachdem zuvor der Rat über seine eigene Verkleinerung zu befinden hatte, was die antragstellende CDU unter anderem mit einem erhofften Gewinn an Effizienz begründete. Die Sitzreduzierung – dies ist das vierte Ergebnis des Abends – ist an den Stimmen aller anderen Fraktionen gescheitert.

Die Kinderkrippe in Wüsting wird nun doch nicht in einem Container untergebracht werden, wie es der Gemeindeentwicklungsausschuss noch am Montag empfohlen hatte. Grund: Fachbereichsleiter Uwe Schubert wartete mit der Nachricht auf, dass der noch bis zum Sommer laufende Mietvertrag mit dem Hause Gall in Wüsting nun doch verlängert werden kann, und zwar um zwei Jahre. Dies habe sich kurzfristig in dieser Woche (und zwar erst nach der Sozialausschuss-Sitzung) ergeben. Bis dato hatte es geheißen, dass es nach Anfragen keine Möglichkeit zur Anmietung von Räumen gebe.

Derzeit ist im Hause Gall eine der fünf Gruppen des Wüstinger Kindergartens untergebracht. Wegen mehrerer Abgänge zur Schule werden Kapazitäten im Kindergarten frei – und diese können nun eben für die Einrichtung der Kinderkrippe genutzt werden.

Allerdings ist dort nur die Unterbringung von zehn, möglicherweise bis zu zwölf Kindern möglich (Im Beschluss heißt es : „bis zu fünfzehn“). Zudem liegen die Räume im Obergeschoss und nicht, wie für Krippen eigentlich vorgesehen, im Erdgeschoss. Laut Schubert ist trotzdem eine Betriebserlaubnis möglich.

Die NWZ kommt in der morgigen Ausgabe ausführlich auf die Ratssitzung zurück.