HURREL - HURREL - „Als ich das erste Mal geritten war, bin ich anschließend wie auf Gummibeinen gelaufen“, erzählt die elfjährige Samira aus Delmenhorst. Sie kommt seit zwei Jahren regelmäßig zum Reiterverein Hurrelhausen, um hier mindestens einmal in der Woche auf dem Hof der Familie Koch einen Teil ihrer Freizeit zu verbringen.

Bei diesem Freizeitvergnügen erlebt Samira auf dem Rücken der Pferde oder der Ponys den direkten Kontakt zu den Vierbeinern, zu denen sie im Laufe der Zeit immer mehr Vertrauen gefunden hat. „Reiten macht einfach Spaß“, ist von der Schülerin zu hören. Um auch anderen Kindern diesen Spaß näher zu bringen, hatte der Reiterverein erstmals in seiner fünfjährigen Geschichte zu einem von den Jugendlichen vorbereiteten „Tag der offenen Tür“ eingeladen.

Auf dem Turnierplatz gab es Gelegenheit zum Ponyreiten. Es waren aber auch Vorführungen des Reiternachwuchses zu sehen. So zeigte eine Vierergruppe, was ihnen ihre Reitlehrerin Adriana Koch an Dressur- und Springübungen beigebracht hatte. Damit die ganz Mutigen unter den jungen Damen sich die Sprünge auch zutrauten, waren die Hindernisse niedrig aufgebaut. Schließlich wollten sie doch vor den kritischen Blicken ihrer Eltern und denen der Besucher keinen Fehler riskieren.

„Die Neulinge unter den Vereinsmitgliedern müssen zunächst das richtige Sitzen auf dem Pony lernen. Dabei kommt es vor allem auf das Gleichgewichthalten an“, erläutert Adriana Koch, die auch Jugendwartin im Verein ist. Gehören sie erst zu den Fortgeschrittenen und den schon erfahrenen Reiterinnen und Reitern, beweisen sie ihr Können und Wissen in Prüfungen zum kleinen und großen Hufeisen, zum Reiterpass (für das Reiten im Gelände) und zum Reiterabzeichen.

Nicht nur Adriana Koch kümmert sich um die jungen Leute, auch ihre Eltern Uwe und Marianna Koch sowie Conny Hein betätigen sich als Reitlehrer. Das zeigt schon, dass es beim Reiterverein Hurrelhausen ganz familiär zugehört. Der „Tag der offenen Tür“ machte deutlich, dass auf dem Reiterhof Koch ein vielfältiges Vereinsleben geboten wird. Dazu gehören neben den wöchentlichen Reitstunden auch Ausritte in die waldreiche Umgebung.