Ahlhorn - Auch wenn das Abschlussgespräch am Donnerstag geführt wird, bedankte sich das Visitationsteam schon im Sonntagsgottesdienst mit anschließendem Fest im Gemeindehaus für die freundliche Aufnahme.
Das Abschlussgespräch des Visitationsbesuchs führen Kreispfarrer Bertram Althausen, Pfarrer Dr. Enno Konukiewitz und Kirchenälteste Evi Gallus in der Kirchengemeinde Ahlhorn.
Migration beschäftigt
Bunt wie das Leben in der Kirchengemeinde zeigte sich nach dem Gottesdienst die Zusammenkunft im Gemeindehaus. Kreispfarrer Althausen verwies auf die beiden Schwerpunkte des Besuches hin. Zum einen waren dies das Ehrenamt und zum anderen das Zusammenleben mit Menschen, die einen Migrationshintergrund haben.
Um das Thema zu vertiefen, konnten die Gemeindemitglieder an den jeweiligen Tischen ihre Argumente und Hinweise zu beiden Themen auf großformatigen Vorlagen eintragen. Die bildeten die Grundlage für die anschließende Diskussionsrunde im Gemeindehaus.
In einem Gespräch am Rande fasste Kreispfarrer Althausen die Ergebnisse aus Sicht des Visitationsteams so zusammen: „Die Migration ist ein Punkt, der diese Kirchengemeinde sehr beschäftigt.“ Menschen die schon lange hier sind, aber auch neue, die aus fremden Kulturen nach Ahlhorn kommen, würden die Gemeinde fordern.
„Uns ist aufgefallen, dass die Gemeindemitglieder sehr offen mit dem Thema umgehen. Hier wird Gastfreundschaft gelebt. Das gilt auch für die Gottesdienste, an denen zum Beispiel auch Muslime und Jesiden oder neue Christen aus dem Iran teilnehmen.“
In Ahlhorn würden diese Menschen offene Türen, offene Herzen und Aktivitäten vorfinden. Hilfestellung bei den ersten Schritten in der neuen Umgebung, Kennenlernen der hiesigen Kultur, Werte des Zusammenlebens, Wertschätzung der Frau, Interesse sich einzubringen und das Finden einer neuen Heimat würden von der Gemeinde vortrefflich und offen unterstützt, meint Althausen.
Ehrenamt weiter stärken
„Das haben die Besuche in den Einrichtungen gezeigt wie auch der Kita, die konzeptionell auf die Herausforderung reagiert“, so der Kreispfarrer.
Den ehrenamtlichen Bereich bezeichnete Althausen als weitere starke Seite der Gemeinde. Er lobte das Pastoren-Ehepaar Testa, die offen und entscheidend einen Rahmen dafür geben würden.
Am Ende blieben dem Visitationsteam nicht viele Ansätze zu einer Verbesserung, da schon sehr gute Arbeit in der Kirchengemeinde geleistet wird. „Für das Ehrenamt können wir einige unterstützende Ansätze einbringen, um die praktische Umsetzung noch zu vereinfachen. Wichtig ist dabei, dass die Ehrenamtlichen auch selbstständig handeln und gestalten können. Das motiviert und stärkt.“
Als gute Beispiele zum Thema Migration nannte Althausen Projekte wie die Kleiderkammer und das Angebot „Pött un Pann“, aber auch den persönlichen Umgang und die Integration der Menschen.
