IGGEWARDEN - Noch nie gab es im CDU-Gemeindeverband Butjadingen Ehrungen langjähriger Mitglieder. Dies hat die Partei nun bei ihrem ersten Herbstfest am Freitagabend auf dem Hof Iggewarden nachgeholt. Entsprechend viele Parteimitglieder bat die Vorsitzende Sabine Luga zur Ehrung nach vorne. Insgesamt 34 Ehrungen standen an – allerdings waren nur zwölf der zu ehrenden Mitglieder anwesend.
Am längsten, seit 45 Jahren, hält Anneliese Borgmann der CDU die Treue. Dafür dankte die Partei ihr mit einer Ehrennadel und einer Urkunde. Die erhielten auch Almuth und Helmuth Kahle (beide 44 Jahre), Anton-Günter Reumann (42), Hermann Evers (40), Altbürgermeister Theys Francksen (37), Bernhard Schubert und Enno Menzel (beide 36), Dieter Jacobs (35), Wilhelm Wulf (31), Reinhard Evers (25) und Wilhelm Has (20).
Erstmals hatte der Gemeindeverband der CDU ein Herbstfest organisiert, an dem bei der Premiere gleich 45 Christdemokraten und Gäste teilnahmen. Am traditionellen Labskausessen im Frühjahr will die Vorsitzende Sabine Luga auch weiterhin festhalten.
Nach den Ehrungen lockte die Teilnehmer ein Ochsenschmaus mit Ochsenbraten und Rouladen. Für die musikalische Begleitung des Abends sorgten Detlef Extra und Michael Lindberg.
Zur Einstimmung unternahm der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Björn Thümler, eine kurze Reise in die Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik. Die derzeitigen Kennzahlen in Bereich Wirtschaft und Arbeitsmarkt seien gut und durchaus ein Verdienst der Bundesregierung, so Thümler. Aber leider verstünden die Menschen dies nicht als Erfolg der schwarz-gelben Regierung.
Mit Kritik in Richtung Kreisverwaltung sparte Thümler nicht. Die Hauptaufgabe müsse sein, Unternehmen wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen und nicht zu verhindern oder zu verkomplizieren. Als Beispiel nannte Thümler Baugenehmigungsverfahren. In benachbarten Landkreisen laufe dies problemloser ab. Die Haltung der Wesermarsch-Verwaltung sorge deshalb für eine Abwanderung von Unternehmen und damit von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen.
Zur politischen Auseinandersetzung in Butjadingen sagte Thümler: „Butjadingen hat Charme und wirkt anziehend, aber nur wenn die Streitigkeiten nicht zu laut nach außen getragen werden“.
