Barßel - Die Hallenbad-Sanierung oder Veränderungen im Ortskern von Barßel: Das Jahr 2016 hat viele Veränderungen mit sich gebracht. Die NWZ hat nachgefragt, wie die Vertreter der Parteien im Gemeinderat das vergangene Jahr erlebt haben und was sie sich für 2017 wünschen. Ursula Nüdling, SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, zeigt sich zufrieden mit dem vergangenen Jahr. Das wichtigste sei die Sanierung und die Eröffnung des Hafen-Bades gewesen. Auch der Abriss der beiden Häuser in der Ortsmitte sei ein wichtiger Schritt gewesen, der die SPD-Fraktion über Jahre beschäftigt habe. Nun werde die Gestaltung des Ortskerns in 2017 eine wichtige Rolle spielen.
„Wir sind insgesamt auf einem sehr guten Weg“, sagt Nüdling in Bezug auf weitere Gewerbe- und Wohnbauflächen. „Wir werden in allen Gemeindeteilen Baugrundstücke anbieten können.“ Wichtig, gerade für die Ansiedlung von jungen Familien, sei die Planung einer fünften Krippengruppe in Neuland. Damit sei man auf den richtigen Weg in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf.Auch Josef Wagner, Sprecher der Gruppe BfB/Grüne, sieht die Geburtenzahlen auf einem erfreulichen Niveau und den Bedarf für eine neue Krippe in Neuland gegeben.
Die Innensanierung des Hafen-Bades sei 2016 für die Gemeinde ein großer Brocken gewesen, der über mehrere Jahre finanziert wurde. Auch die IGS sei gut angelaufen. Positiv sieht er ebenfalls die Entwicklung der Zahl von steigenden Gewerbe- und Wohnbauflächen. Gefreut hat ihn auch, dass die Beleuchtung der Ebkensschen Mühle in der Weihnachtszeit in der Bevölkerung so gut angenommen wurde.
Das Bootsunglück im August 2016 sei eines der traurigsten Ereignisse gewesen, das man in den letzten Jahrzehnten erlebt hätte. Umso wichtiger sei eine größere Polizeipräsenz in Barßel gerade bei Großveranstaltungen, sagt Wagner.Nach vorne schieben wolle man die ehrenamtliche Arbeit der Vereine im Musik- und Sportbereich. Zudem hofft Wagner, dass der Schleuse-Neubau vorangetrieben wird. Hans Eveslage, CDU-Fraktionssprecher, blickt positiv ins neue Jahr: Zusätzliche Baugebiete in E-fehn-Süd und Harkebrügge, Geld für die Kinderkrippe in Neuland und für die Neuplanung des Verkehrsengpasses mitten in Barßel seien in den Haushaltsplan 2017 eingestellt. Das Moor- und Fehnmuseum erhalte einen deutlich höheren Zuschuss, weil es ein wichtiger Bestandteil des Erholungsgebietes Barßel sei.
Mit dem behindertengerechten Umbau des Rathauses soll allerdings erst begonnen werden, wenn vernünftige Planungsgrundlagen erarbeitet worden seien, so Eveslage.
„Mein spezieller Wunsch für 2017: Dass der Neubau der Schleuse Osterhausen endlich erfolgt und der Elisabethfehnkanal als Rückgrat des Tourismus im Nordkreis Cloppenburg attraktiver wird.“Manfred Lorentschat von den Grünen im Gemeinderat wünscht sich, dass 2017 mehr Rücksicht auf die Natur genommen wird – gerade, was Baumfällarbeiten betrifft. Hier solle die Bevölkerung frühzeitig informiert werden. Zudem solle der Tourismus vorangebracht und das Thema Schleusen-Neubau in Osterhausen erfolgreich abgeschlossen werden. Größeren Zusammenhalt wünsche er sich auch zwischen den einzelnen Ortsteilen.
2016 habe hingegen eine gute Zusammenarbeit zwischen allen Fraktionen und Parteien stattgefunden. Die Flüchtlingspolitik habe sehr gut geklappt. Es sei ein schönes Jahr gewesen. Nur für die Grünen hatte es einen bitteren Beigeschmack, da Brigitte Ebben es nicht in den Gemeinderat schaffte.
