Littel - „Ich möchte so viel wie möglich sehen“, sagt Dennis Kirsch. Der 16-Jährige aus Littel reist für zehn Monate in die USA. Wohin genau, weiß er noch nicht. Das sei auch nicht so wichtig. Dennis möchte vor allem viel vom Land sehen, wie den Yellowstone-Nationalpark, und vor allem mit den Amerikanern in Kontakt treten.

Der Schüler, der gerade die zehnte Klasse beendet hat, nimmt am Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) des Deutschen Bundestages und dem US-Kongress teil. Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen (CDU) hat seine Patenschaft übernommen. Mit der Austauschorganisation Partnership International geht es über den großen Teich.

Per Zufall sei er auf das Programm im Internet gestoßen. Ende August 2015 habe er sich beworben. Es folgte ein dreiteiliges Auswahlverfahren an der Universität Oldenburg und diverse Gespräche. Dennis musste zeigen, was er in amerikanischer und deutscher Geschichte, Politik und Gesetzgebung drauf hat. „Dann haben wir zusammen eine Tasse Tee bei Fischbeck getrunken“, sagt Grotelüschen. Ende Januar bekam Dennis die Zusage. Er sei einmal als Repräsentant Deutschlands in den Vereinigten Staaten und einmal, um die gegenseitige Verständigung voranzutreiben. „Man lernt sich kennen. Dadurch entstehen Freundschaften und Beziehnungen. Dieser gemeinsame Wert ist durch nichts zu ersetzen“, sagt Grotelüschen.

Vieles wird anders sein, weiß Dennis von einigen Urlauben im Nordosten der USA und in Florida. „Ich möchte noch mehr Hintergrundwissen bekommen und reintauchen in die USA.“ Vor allem auf die Highschool freut er sich, dem Lebensmittelpunkt der Jugendlichen dort. Hier möchte Dennis eine neue Fremdsprache wie Spanisch lernen und auch viele Sportarten ausprobieren. „Ich will aber bei der Leichtathletik bleiben“, sagt er. Unterrichtsfächer wie Fotografie oder Kochen interessieren ihn auch.

„Auf Halloween freue ich mich auch schon sehr, wo dann der ganze Vorgarten zum Friedhof umgewandelt wird“, sagt der Schüler. Aber auch das Weihnachtsfest mit seinem ganzen Kitsch und Thanksgiving möchte er in seiner Gastfamilie miterleben.

In den Flieger steigen wird er am 10. oder 24. August mit weiteren 57 Stipendiaten von der Organisation und insgesamt 350 Schülern deutschlandweit, die am Programm teilnehmen. Am 23. Juni 2017 kommt Dennis wieder. Dann will er seine Sammlung an US-Nummernschildern erweitert haben. Einige der Schilder von den insgesamt 50 Bundesstaaten hat er bereits. Doch der Koffer, in dem er maximal 23 Kilo mitnehmen darf, wird für die vielen Mitbringsel wohl zu klein sein.