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Neujahrsempfang Integration und Hilfsbereitschaft betont

Großenkneten - Einsichten und Aussichten über die Großenkneter Gegenwart und Zukunft, flotte Darbietungen der Show- und Dance-Gruppe des BTB Oldenburg, Schnitzelbüffet sowie viel Zeit zum Klönen und Austauschen: Fertig ist das Erfolgsrezept für den Neujahrsempfang der Gemeinde Großenkneten. Knapp 160 Gäste, darunter auch viele ehrenamtlich tätige Personen, ließen es sich am Dienstagabend im Gasthaus Kempermann munden. Sie kamen aus Politik und Wirtschaft, aus Kirchen, Vereinen, Verbänden, Schulen, Institutionen und Initiativen und erlebten einen schwungvollen Abend.

Unter ihnen waren eine sechsköpfige Delegation aus der polnischen Partnerkommune Suprasl mit Bürgermeister Dr. Radoslaw Dobrowolski an der Spitze, die SPD-Landtagsabgeordnete Renate Geuter sowie Landrat Carsten Harings. Der scherzte in seinem Grußwort gar: „Wenn ich ehrlich bin: Die Option, am Neujahrsempfang in Großenkneten teilnehmen zu können, war für mich ein Grund, als Landrat zu kandidieren.“

Weltoffene Gemeinde

„Unsere Gemeinde steht erfreulicherweise sehr gut da“, sagte Schmidtke in seiner rund halbstündigen Rede. Den ersten Applaus erhielt er, als er die Bedeutung der Integrationsarbeit hervorhob. Er bezeichnete Großenkneten als „weltoffen und tolerant“. Das spiegele sich nicht zuletzt auch im sehr hohen Anteil von Mitbürgern mit Migrationshintergrund wider, speziell in Ahlhorn. Er betonte daher den hohen Wert der Integrationsarbeit.

Den zweiten Applaus erntete Schmidtke für sein deutliches Bekenntnis zur Aufnahme von Asylbewerbern. „Uns geht es gut, und so ist es verdammt noch mal unsere Pflicht, einen Teil derer, die vor Verfolgung, Folter, Vergewaltigung, Krieg und Bürgerkrieg, drohender Todesstrafe oder Zerstörung der Existenzgrundlagen fliehen und hier bei uns Unterschlupf suchen oder nach Asyl fragen, kurz-, mittel- oder aber langfristig ein Zuhause zu bieten.“ Appell des Bürgermeisters: „Behandeln wir diese Menschen doch einfach so, wie auch wir im Ausland behandelt werden möchten!“

Er dankte dem Landkreis für die Unterstützung bei Integrations- und Flüchtlingsthema, wünschte sich aber zugleich mehr Unterstützung durch Bund und Land. „Sie verlassen sich darauf, dass wir das schon machen werden“, monierte Schmidtke. Und da gab es wieder deutlichen Applaus. Spontan unterbrochen durch Klatschen wurde die Rede zudem bei der Würdigung der Arbeit des Ersten Gemeinderates Klaus Bigalke („Mr. Verwaltungsrecht“), der Hervorhebung des Ehrenamtes und dem Dank an die Mitarbeiter.

Terror geächtet

In seinem Grußwort würdigte Suprasls Bürgermeister Dobrowolski die immer intensivere Partnerschaft mit Großenkneten. Landrat Harings wurde nach heiterem Einstieg ernst. Wie Schmidtke griff auch er den Terroranschlag in Paris auf. „Eine abscheuliche Tat“, so der Landrat. Er warb für die Weltgemeinschaft, die sich entschlossen gegen den Terror stellen müsse. „Jede Gruppierung, die diese Terroranschläge nun auch noch für ihre Interessen ausschlachten will, sollte sich abgrundtief schämen.“

Ulrich Suttka
Ulrich Suttka Kanalmanagement
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