„Integration nimmt Fahrt auf“ (NWZ vom 5. Dez.)

Anlässlich der Verleihung des Integrationspreises sollte auch der Einsatz vieler anderer Oldenburger für Flüchtlinge und Asylbewerber gewürdigt werden. In Leserbriefen, Foren und Kommentaren äußern sich ja neben den Leuten, die grundsätzlich Angst vor zu viel Belastung durch Fremde haben, gerne auch solche, die meinen, es (...) laufe alles gar nicht rund. (...)Dass es angesichts des großen Flüchtlingsansturms immer mal wieder zu Defiziten kommt, ist nun wirklich nicht verwunderlich!

Dies sollte aber nicht den Blick verstellen auf die vielen helfenden Aktivitäten – beispielhaft das, was in den Oldenburger Kommunalen Gemeinschaftsunterkünften auf dem Fliegerhost und andernorts läuft.

Tatsächlich sind von Anfang an, d.h. seit fast 4 Jahren, Ehrenamtliche(...)tätig, inzwischen in großer Zahl. Sie betreuen Kinder, geben Sprachunterricht, dolmetschen, erteilen gesundheitlichen Rat, organisieren, reparieren und verteilen Fahrräder, legen Gärten an, machen Sportangebote, sammeln, ordnen und verteilen Kleider- und andere Spenden und .. und .. und…

Darüber hinaus arbeiten auch die Mitarbeiter des Betreibers European Homecare mit sehr großem Engagement. (...) Dass nicht genügend Gemeinschaftsräume vorhanden sind, wie manchmal kritisiert wird, liegt (...) an dem sehr großen Druck, mit dem unablässig neue Flüchtlinge in den Einrichtungen eintrafen, so dass vorrangig in jeder Ecke Betten aufgestellt werden mussten. (...)

Eigentlich gilt der Integrationspreis allen, die sich hier engagieren. Auch dieser Brief möchte zu diesem Dank ein wenig beitragen, „Miesmacherei“ entgegentreten und zu anhaltender Hilfe ermuntern!

Dr. Hermann Klasen Oldenburg