Apen/Gizalki - Grund zur Trauer, gleichzeitig aber auch zur Freude haben die Mitglieder der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit der Gemeinde Apen und Gizalki. Zum einen feiert der Verein im Oktober sein 15-jähriges Bestehen, zum anderen wird der Verlust des Initiators des Vereins betrauert: In der vergangenen Woche ist der Wlodzimierz Lehmann beerdigt worden. Er verstarb mit 64 Jahren nach längerer Krankheit. Der ehemalige Bürgermeister der polnischen Gemeinde Gizalki „war der eigentliche Begründer der Partnerschaft“, erklärt Hermann Tammen, Vorsitzender des Vereins. Er habe die Partnerschaft mit viel Leben gefüllt und ein großes Stück zur Völkerverständigung und zu Aussöhnung beigetragen. „Lehmann hat den europäischen Gedanken tatsächlich gelebt und sich immer in der Verantwortung gesehen“, resümiert Tammen. 1997 wurde die Partnerschaft offiziell begründet – dieses Ereignis jährt sich in diesem Jahr zum 15. Mal.

In der Zeit vom 20. bis zum 24. Oktober besucht deshalb eine 25-köpfige Delegation aus Polen die Gemeinde Apen. Dazu hat sich der Verein von Gottesdienst bis zur Wattwanderung eine interessante Tagesgestaltung überlegt. Höhepunkt ist die internationale Ratssitzung am 23. Oktober: Dann soll der bestehende Partnerschaftsvertrag zwischen Apen und Gizalki erweitert werden.

Untergebracht ist die 25-köpfige Delegation im Nordloher Seminarhaus. Neben dem neuen Bürgermeister Robert Loza und 14 weiteren Ratsmitgliedern werden auch einige Mitarbeiter der Verwaltung und einige ehrenamtliche Funktionsträger aus Gizalki dabei sein.