Um diesen Artikel zu lesen, schließen Sie eines unserer Angebote ab oder loggen sich als Abonnent ein. Alle Inhalte auf NWZonline und in der NWZ-Nachrichten-App stehen Ihnen dann uneingeschränkt zur Verfügung.
Am 7. Juli wollen die Freien Wähler einen Landesverband gründen. Der 2. Vorsitzende und Koordinator für überregionale Kooperation der UWG Ganderkesee, Thorsten Busch, sieht darin eine positive Entwicklung.
Von Manon GArms
Frage:
Herr Busch, wie steht die UWG zur Gründung des niedersächsischen Landesverbandes der Freien Wähler?
Busch:
Wir stehen der Gründung sehr positiv gegenüber, denn wir spielen selbst schon länger mit dem Gedanken, eines unserer Mitglieder für die Landtagswahl aufzustellen.
Frage:
Steht schon fest, wer das sein soll?
Busch:
Für einen Kandidaten haben wir uns noch nicht entschieden. Es gibt mehrere Interessenten. Wir wollen aber auch aus den umliegenden Gemeinden unseres Wahlkreises das Interesse an einer Kandidatur abfragen.
Frage:
Inwiefern beteiligen Sie sich denn am Landesverband?
Busch:
Ein Mitglied der UWG Ganderkesee wird an der Gründungsversammlung in Cuxhaven teilnehmen, sich dort informieren und dem Verband eventuell auch gleich beitreten.
Frage:
Wo setzt die UWG ihre politischen Schwerpunkte?
Busch:
Wir kümmern uns um alle Belange der Bürger. Insbesondere die Familienpolitik liegt uns sehr am Herzen, und wir setzen uns unter anderem auch für kostenlose Kinderhortplätze ein.
Frage:
Politikexperten werfen den freien Wählergemeinschaften vor, dass sie rein kommunale Vereinigungen mit begrenzten Interessen seien. Was halten Sie dem entgegen?
Busch:
Durch die Gründung eines Landesverbandes wachsen wir über die kommunale Ebene hinaus. Denn wenn wir uns allein auf diese Ebene beschränken, können wir nicht viel erreichen. Das liegt unter anderem daran, dass die finanziellen Mittel von Bund und Ländern an die Gemeinden verteilt werden.
Frage:
Wie schätzen Sie persönlich die Chancen der niedersächsischen Partei Freie Wähler ein, bei der Landtagswahl 2008 in den Landtag einzuziehen?
BUSch:
Ich denke, dass die neue Partei große Chancen hat, den Einzug zu schaffen. Die unabhängigen Wählergemeinschaften sind in vielen Kommunalparlamenten vertreten und es gibt auch einige unabhängige Bürgermeister. So wird zum Beispiel in Jade der Bürgermeister von der UWG gestellt. Wenn man diese positiven Tendenzen auf kommunaler Ebene betrachtet, dürften die Freien Wähler auch auf Landesebene deutliche Chancen haben.