Ganderkesee - Während an der Grüppenbührener Straße das neue Famila-Gebäude jeden Tag deutlicher Gestalt annimmt, ist seit Mittwochabend auch der Investor des geplanten Märktezentrums an der Raiffeisenstraße in Ganderkesee einen Schritt weiter. Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung votierte am Abend einstimmig für den von Hergen Kämena in der Sitzung vorgestellten Entwurf zur Gestaltung des Komplexes. Zudem gaben alle Ausschussmitglieder grünes Licht für die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes.

An der Raiffeisenstraße sollen Neubauten für den Inkoop- (1800 Quadratmeter) und den Aldi-Markt (950 Quadratmeter) entstehen. Sofern der Gemeinderat am 18. Oktober grünes Licht erteilt, will der Investor umgehend den Bauantrag einreichen. „Unser Ziel ist, im Herbst 2013 zu eröffnen“, sagte Hergen Kämena auf NWZ -Nachfrage.

Bei der Gestaltung der Märkte werde Wert auf „Marktplatzatmosphäre“ gelegt, erklärte Kämena den Ausschussmitgliedern. Das neue Inkoop-Gebäude werde im Vergleich zum bestehenden Gebäude an der Grüppenbührener Straße sehr viel offener und einladender ausfallen, so der Investor. Man habe größtmöglichen Wert auf viel Lichteinfall gelegt, ohne dass die Lebensmittel der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt würden.

Die Fassaden sind nach dem vorgelegten Entwurf in rot-braunem Klinker gestaltet, der sich mit holzverkleideten Flächen und hohen Glasfronten abwechselt. Beide Märkte seien zwar miteinander verbunden, so Kämena, würden aber als „zwei erkennbare Adressen“ gestaltet.

Für die Kunden sollen künftig 200 Parkflächen in 2,50 bis 2,70 Meter Breite zur Verfügung stehen. Am Rande des Marktgeländes wird außerdem eine Feuerwehrzufahrt zum Schulzentrum verlaufen.

Viel Lob gab es am Mittwoch von Vertretern verschiedener Fraktionen zum Verlauf des Planungsverfahrens. „Die Politik wurde gut beteiligt“, befand etwa Arnold Hansen, Fraktionschef der Freien Wähler. Dr. Reinhold Schütte (Grüne) bezeichnete den Entwurf als „gelungenen und konsequent durchdachten Vorschlag“, der gut ins Ortsbild passe.

Investor Hergen Kämena zeigte sich erfreut über das Bemühen der Gemeinde, die Verbrauchermärkte im Ortskern zu halten.

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee