ISTANBUL - Knapp eine Woche nach dem Terroranschlag von Istanbul, bei dem 17 Menschen getötet und mehr als 150 verletzt worden waren, hat die türkische Polizei mehrere PKK-Mitglieder als mutmaßliche Täter gefasst. Acht der zehn Festgenommenen wurden in Untersuchungshaft genommen, berichteten türkische Medien am Sonntag.
Bei dem Anschlag waren am Sonntag vor einer Woche zwei Bomben kurz nacheinander gezündet worden. Es war der schwerste Terroranschlag in Istanbul seit fünf Jahren.
Noch vor der Vorführung der Verdächtigen beim Haftrichter hatte Innenminister Besir Atalay verkündet, die Tat sei „auf der Grundlage sicherer Beweise aufgeklärt“. Der Anschlag sei „das Werk der separatistischen Terrororganisation mit Blut an den Händen“, sagte Atalay, ohne die verbotene Kurdische Arbeiterpartei (PKK) beim Namen zu nennen.
Nach Einschätzung des Bundesnachrichtendienstes (BND) war der Anschlag nicht das Werk der kurdischen Untergrundorganisation. Das sagte Präsident Ernst Uhrlau.
