Aus dem unbelasteten Neuanfang, den sich der künftige Geschäftsführer der Jade-Weser-Port-Realisierungsgesellschaft, Axel Kluthe, vorgestellt hatte, wird nach Lage der Dinge erst mal nichts. Der gefeuerte, per Gerichtsbeschluss wieder eingestellte und erneut gefeuerte Hafen-Chefplaner Wolf-Dietmar Starke zieht erneut vor Gericht.
Aus seiner Sicht ist dieser Schritt absolut nachvollziehbar. Eine in Aussicht gestellte gütliche Einigung setzt auf Vertrauen statt auf Verträge. Das Vertrauen in die Hafenmanager respektive die Landesregierungen von Niedersachsen und Bremen dürfte Starke nach den für ihn bitteren Erfahrungen der vergangenen Monate abhanden gekommen sein.
Der neue Mann Kluthe kann nichts dafür. Er ist der Einzige in der unendlichen und unsäglichen Geschichte um den in Wilhelmshaven geplanten Jade-Port, der einen unbelasteten Neustart hätte durchziehen können.
Leidtragender ist letztlich der Hafen. An dessen Notwendigkeit zweifelt keiner der Beteiligten.
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