Rastede - Gut 70 Genossen kamen am Sonntag im Akademiehotel in Rastede zum gemeinsamen Neujahrsfrühstück zusammen. Seit sieben Jahren läutet der SPD-Ortsverband so das neue Jahr ein.
Zwei Punkte waren es, die das Programm bestimmten. Zum einen war die Landtagswahl am 20. Januar Thema in den Grußworten und Reden. Der Rahmen wurde aber auch genutzt, um langjährige Mitglieder zu ehren. So erhielten Fritz Bekker, Dieter Güttler und Kurt Schoen aus den Händen des Vorsitzenden Wilhelm Janßen sowie den stellvertretenden Vorsitzenden Horst Segebade und Lars Krause die silberne Ehrennadel, eine Urkunde und ein Buch des früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt. Hannelore Druivenga, die der Partei ebenfalls vor 40 Jahren beitrat, war an diesem Vormittag verhindert.
Die geehrten Sozialdemokraten traten der Partei zu einer Zeit bei, als Willy Brandt der erste Bundeskanzler der SPD in der Bundesrepublik Deutschland war. Ihr politisches Engagement beschränkte sich dabei nicht nur auf bloße Parteizugehörigkeit. Sie engagierten sich auch für den Ort. So war Fritz Bekker gut 30 Jahre Ratsmitglied in Rastede, lange Jahre Vorsitzender des Ortsvereins Rastede und Mitbegründer des Ellernfestes. Wie Dieter Güttler ist er Träger des Bundesverdienstkreuzes.
„Die Sozialdemokraten aus diesen Jahrgängen sind die, die uns voranbringen und auch antreiben“, lobte Janßen das Engagement der Geehrten. Vorher ehrte er Margret Kuder für 25-jährige Mitgliedschaft in der SPD.
Das Neujahrsfrühstück war gleichzeitig Plattform, um die Parteimitglieder auf die Landtagswahl einzustimmen. Die Landtagskandidatin des Wahlkreises 71 (Wesermarsch/Rastede), Karin Logemann, betonte noch einmal die aktuellen Umfragewerte, die für die SPD sehr positiv aussehen würden. Gleichzeitig machte sie noch einmal die Forderungen der SPD im Bereich der Bildungspolitik, angefangen von der personellen Ausstattung im Krippen-Bereich über die Schaffung von mehr Gesamtschulen bis hin zu den Chancengleichheiten im Studium ohne Studiengebühren, deutlich.
Der Rasteder Ortsverband der SPD hat sich übrigens zum mitgliederstärksten Ortsverband im Landkreis Ammerland entwickelt. In den vergangenen Jahren ist die Mitgliederzahl auf jetzt 144 Personen gestiegen. „Hier“, so Janßen, „gibt es einen Trend, um den uns viele Vereine beneiden.“
