Brake - Neun junge Menschen haben den Weg zur Lebenshilfe Wesermarsch in Brake gefunden. Sie leisten in der Tagesbildungsstätte an der Händelstraße ihren Bundesfreiwilligendienst. „Ich wollte nach dem Abitur etwas anderes kennenlernen“, sagt Nils Möhlmann (21). Deshalb habe er sich für ein soziales Engagement entschieden. Es sei eine schöne Erfahrung, mit den Kindern zu arbeiten, von denen er herzlich aufgenommen worden sei.
Nils Möhlmann fühlt sich wohl in der Tagesbildungsstätte und arbeitet gerne mit. Das sieht man daran, dass er seinen Freiwilligendienst um ein Jahr verlängert hat. Er ist der Senior unter den neun jungen Helfern, die den Kindern beispielsweise beim Zähneputzen und bei den Mahlzeiten helfen oder sie mit dem Bus auch von zu Hause abholen. Alle neun jungen Leute wollen mehr Lebenserfahrungen sammeln, indem sie sich ehrenamtlich sozial engagieren.
Jede Hand ist hilfreich. „Ich möchte Lehramt studieren“, sagt Jasmin Varenkamp (20). Bei ihrer Arbeit mit den Kindern könne sie nun feststellen, ob ihr die Aufgabe gefalle oder sie doch lieber etwas anderes machen würde. Nils Möhlmann macht ihr Mut: „Ich habe ein Jahr hinter mir. Es ist eine sehr schöne Erfahrung für mich“, merkt er an.
Die Lebenshilfe Wesermarsch für Menschen mit Behinderungen gliedert sich in zwei Hauptbereiche. Zum einen gibt es den Bereich Kindergarten und Krippe mit zusammen mehr als 60 Kindern, zum anderen den Schulbereich mit 50 Kindern im Alter von 6 bis 21 Jahren. Es gibt 60 Mitarbeiter, die sie von morgens 8 bis nachmittags um 15 Uhr betreuen. Den Berufsfreiwilligen fällt dabei eine besondere Aufgabe zu: Sie spielen und musizieren mit den Kindern, bringen sie zum Lachen und stellen Fahrer und Begleiter für den Fahrdienst.
Das sei viel Arbeit, betont Reinhard Brodé, Geschäftsführer der Lebenshilfe Wesermarsch. Die jungen Leute fühlten sich wohl. Sie arbeiteten in einem pädagogischen Team mit und müssten keine unangenehmen Arbeiten übernehmen. Sie brächten ihre Hobbys und Erfahrungen bei der Arbeit ein. Die Kinder freuten sich auf die BFD’ler, wie diese genannt würden.
Die Tagesbildungsstätte ist ein Ort, an dem viel passiert. „Wir erleben viel, das prägt“, erzählt Reinhard Brodé. Die Kinder trügen mit ihrer Herzlichkeit und Wärme dazu bei, dass man sich im Hause wohlfühlte.
Die Lebenshilfe hat noch zwei Plätze für den Berufsfreiwilligendienst im schulischen Bereich zu vergeben. Wer interessiert ist, kann sich an Andrea Pankow unter Telefon 04401/3020 wenden.
