JEVER - Aufmerksam hört Ursula von der Leyen zu, als ihr Tobias Giers seine Arbeit in der Kabelbinderei der Werkstätten für Behinderte in Jever erklärt. Der junge Mann konfektioniert Kabelbäume für medizinisch-technische Geräte und die Bundesministerin für Arbeit und Soziales will es nun ganz genau wissen: Wie lange braucht er für eine Einheit und ob sie es auch mal versuchen dürfe? Stolz zeigt der junge Mann einen Schaltplan und lässt die Ministerin ein paar Strippen ziehen.

Viel Lob und Anerkennung zollte die Bundesministerin den Mitarbeitern der Werkstätten für Behinderte am Donnerstag bei ihrem Informationsbesuch in Jever. Sie habe sich schon viele Behindertenwerkstätten angesehen, aber die Bandbreite in Jever sei schon außergewöhnlich, so die Ministerin.

Gemeinsam mit dem CDU-Kreisvorsitzenden und Landratskandidaten Frank Vehoff, Bürgermeisterin Angela Dankwardt und Vertretern der Frauen-Union ließ sich die Ministerin von Einrichtungsleiter Lothar Steinbach und dem Geschäftsführer der Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit (GPS), Manfred Pfaus, die Betreuungsangebote, Ar­beitsmethoden und Fördermöglichkeiten zeigen.

Thema waren dabei auch Möglichkeiten, behinderten Menschen jenseits der Altersgrenze von 65 Jahren eine Perspektive zu bieten.