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Wau-Vortrag Steile Karriere in der internationalen Fruchtbranche

Jever - Als am 4. November 1493 die spanische Flotte vor Guadeloupe ankerte, hielt Kolumbus als einer der ersten Europäer eine Ananas in der Hand. Wie aber gelangte die Ananas Jahrhunderte zuvor in das antike Pompeji und nach Deutschland? Über den Weg der königlichen Frucht vom Luxusgut zum Massenkonsumartikel berichtet Erich Hinrichs im Rahmen der WAU-Vortragsreihe an diesem Dienstag, 5. Dezember um 19.30 Uhr im Graf-Anton-Günther-Saal in Jever.

Diese kritische und vergnügliche Reise durch die Jahrhunderte unternimmt der fast 77-jährige Butenjeveraner Hinrichs, der als Referent für seine profunden Kenntnisse in der Ananas- und Bananenproduktion und Vermarktung weltweit bekannt ist. Seit mehr als 60 Jahren lebt er in Hamburg, ist aber der Marienstadt immer noch sehr verbunden.

Auszeichnung erhalten

Seine Lebensphilosophie: im Alter nicht nachlassen, sich zu engagieren und immer am Ball bleiben. Kürzlich wurde er von der „International Pineapple Organization“ für seine Karriere in der Fruchtbranche ausgezeichnet.

Nach seinem Schulabschluss besuchte Hinrichs die Handelsschule in Jever und zog dann als 15-Jähriger nach Hamburg. Dort wurde er in der Traditionsfirma „Port International“ zum Groß- und Außenhandelskaufmann ausgebildet. In den Sechziger-Jahren arbeitete er fast drei Jahre lang als Manager für ein deutsches Import-Export-Unternehmen in Liberia.

Zurück in Hamburg erklomm er die Karriereleiter zum Verkaufsdirektor für alle West- und später auch osteuropäischen Länder bei dem amerikanischen Fruchtmulti „Dole“. Für diese Firma war er 37 Jahre lang tätig. Hinrichs war Sprecher auf verschiedenen Welt-Kongressen der Fruchtindustrie, wie in den USA, Ecuador und Costa-Rica.

Die gute alte Zeit

Wenn er durch seinen Beruf auch viel durch die Welt reiste, weilte er oft in Jever und pflegte einen engen Kontakt zu seinem früheren Spielkameraden und Nachbarn Dieter Jürgens. Hinrichs erzählt gerne aus der guten alten Zeit in Jever: Bei Kaufmann Karl Janssen gab es bei der wöchentlichen Bezahlung einen einzigen Himbeerbonbon als Zugabe.

Tjark Wessels hatte in einem Garten einen August-Apfel-Baum. Und wenn Frau Wessels die Kinder bat, die Äpfel zu pflücken und in einer großen Zinkwanne zu legen, gab es als Belohnung – man konnte es nicht glauben – einen einzigen sauren August-Apfel. Den Geruch vom Kolonialwaren-Geschäft „Pump-Harms“ habe er heute noch in der Nase, erzählte Hinrichs.

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