Jever - Die Initiative „Frauenort Jever“ ist ihrem Ziel einen Schritt näher gekommen: Jever soll ein weiterer „Frauenort“ in Niedersachsen werden. Das hat der Landesfrauenrat, dessen Initiative die „Frauenorte“ in Niedersachsen sind, am Donnerstag entschieden.
Wie berichtet, plant die jeversche Initiative bestehend aus der Gleichstellungsbeauftragten Yvonne Loers (Jever), der Gleichstellungsbeauftragten Elke Rohlfs-Jakob (Friesland), Elke Vredenborg und der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) sowie Professor Dr. Antje Sander, Leiterin des Schlossmuseums Jever, am Beispiel Fräulein Marias (1500 bis 1575), legendäre Herrscherin und bis heute hoch verehrt, deutlich zu machen, was Frauen einst und heute bewegt haben und bewegen.
„Bei Fräulein Maria handelt es sich um eine außergewöhnliche Frau“, stellten die Vertreterinnen des Landesfrauenrats Niedersachsen und des Zentralrats für Gleichstellung Oldenburg am Donnerstag bei ihrem Rundgang durch das jeversche Schloss fest.
„Sie ist einzigartig, weil sie selbstständig die Herrschaft ausgeführt hat“, sagte die Projektleiterin der „Frauenorte Niedersachsen“ Antje Peters.
Inzwischen gibt es 26 solcher Frauenorte in Niedersachsen, darunter Norden, Leer und Oldenburg. „Diese Orte weisen auf das Leben und Wirken besonderer Frauen hin“, erklärte Projektkoordinatorin der „Frauenorte“ Heidi Linder. Die „Frauenorte Niedersachsen“ sind 2008 ins Leben gerufen worden.
Jever und das Fräulein Maria sollen sich im Frühjahr 2016 in die Reihe der „Frauenorte Niedersachsen“ einreihen. Geplant ist eine große Auftaktveranstaltung. Zudem sollen sich weitere Veranstaltungen, Vorträge, eine Hörstation im Schloss und eine „Frauenführung“ durch Jever, die das Leben und Wirken Fräulein Marias in den Blick nimmt, folgen.
„Wir freuen uns über die Zusage des Landesfrauenrats Niedersachsen und hoffen auf viele weitere Projekte“, sagte Yvonne Loers.
