Neerstedt - Die Gemeinde Dötlingen steigt in die Überlegungen für ein Mehrgenerationenhaus im Bereich der Grundschule/des Gemeindezentrums in Neerstedt ein. Das hat der Jugend-, Sport- und Sozialausschuss am Donnerstagabend einmütig empfohlen. Ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion ist bei allen Ausschussmitgliedern auf offene Ohren gestoßen. „Ich habe mich nur geärgert, warum ich den Antrag nicht selber gestellt habe“, sprach Gabriele Roggenthien (Grüne) aus, was der Tenor in der Runde war.
Für die SPD betonte Gerrit Meyer, dass es Zeit sei für eine Alternative zum jetzigen Standort des Jugendhauses in der alten Molkerei. „Das war nur als Übergangslösung gedacht“, sagte Meyer. Draußen fehlten beispielsweise Freiflächen, um ungefährdet toben zu können. Ein neues Zuhause für Kinder und Jugendliche in Neerstedt solle am besten für alle Generationen gestaltet und so zum Treffpunkt werden. Das Gelände an der Schule mit Sporthalle, Turnhalle und Bolzplatz biete sich dafür an.
Der SPD war es wichtig, mit der Einstellung von Planungskosten ein Zeichen zu setzen, dass das Projekt Fahrt aufnimmt. Es war ihr zu wenig, zunächst nur einen großen Arbeitskreis einzusetzen – wie es die Verwaltung vorgeschlagen hatte.
Nach einigen Wortbeiträgen, die sich inhaltlich mehr ergänzten als widersprachen – einigte sich der Ausschuss auf eine Linie. Die bereits vorgesehenen 22 000 Euro für den Einbau von behindertengerechten Toiletten in das kirchliche Gemeindezentrum sollen zunächst wieder gestrichen werden. Diese Sanierung mache keinen Sinn angesichts des womöglichen Um- oder Anbaus für das Mehrgenerationenhaus, waren sich alle einig. Die Kirche hat signalisiert, dass sie unter den neuen Vorgaben die erneute Verschiebung der Toilettensanierung akzeptiere.
Neu in den Haushalt 2016 sollen 5000 Euro aufgenommen werden, damit erste Planungskosten für das Mehrgenerationenhaus finanziert werden. Um den Bedarf und die Kooperationsmöglichkeiten zu ermitteln, soll es eine Auftaktveranstaltung mit allen infrage kommenden Institutionen und Gruppen geben – von den Kindergärten bis zum Verein „Wi helpt di“. Daraus könnte dann ein kleinerer Arbeitskreis entstehen, der weiter am Konzept feile, so der Ausschuss.
