Herr Lies, wie wird man eigentlich Politiker? – Diese und ähnliche Fragen hatte ein Gruppe von 20 Jugendlichen, die jetzt als Gäste des Ortsvereins der SPD Sande einen Tagesausflug nach Hannover unternahmen, an Niedersachsens aus Sande stammenden Wirtschaftsminister Olaf Lies. Begleitet wurden die jungen Leute dabei von Isabel Bruns und Petra Ducci vom SPD Ortsverein Sande. Vor dem Besuch im Landtag stand eine Stadtführung unter dem Motto „Hannover ist cool“ an. In Begleitung eines Gästeführers erkundete die Gruppe die Innenstadt. Danach ging es ins Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Interessiert fragten die Jugendlichen Olaf Lies nach Inhalten des Arbeitstages eines Ministers; wie viel Zeit er für die Arbeit aufwendet und wie er es mit der Familie managt; ob er Personenschutz hat und wie man eigentlich Politiker werden kann. Erschöpft von so viel Input hatte die Gruppe nach dem Besuch im Ministerium ausreichend freie Zeit, um zu shoppen, bevor die Rückfahrt nach Sande angetreten wurde.

 Schon in der Vergangenheit hat die SPD Sande bewiesen, dass es möglich ist, interessante politisch geprägte Reisen zu organisieren. Dreimal Berlin, einmal Dresden und einmal Thüringen – nun folgte eine dreitägige Fahrt nach Lübeck in die schöne Stadt des Marzipans. Der Bus war mit 50 Teilnehmern voll besetzt. Eine typisch „lübsche“ Stadtführung, die in einer historischen Gaststätte „Schiffergesellschaft“ endete stand ebenso auf dem Programm wie politische und genüssliche Bildung. Die Führung „Geist und Macht“ durch die Museen von Günther Grass und Willy Brandt beeindruckten sehr. Aber auch das Buddenbrookhaus oder die Besichtigung des Rathauses faszinierten die Gruppe. Im Café Niederegger, im Marzipansalon, musste Renate Herde (SPD) ihre Fingerfertigkeit unter Beweis stellen und eine Maus aus Marzipanmasse formen. Bevor es am nächsten Tag nach Sande zurückging, stand noch eine Führung durch die Geschichtswerkstatt Herrenwyk an. Im ehemaligen Werkskaufhaus des Hochofenwerks in Herrenwyk gibt es Industrie- und Alltagsgeschichte in Lübeck „zum Anfassen“: Die Dauerausstellung „Leben und Arbeit in Herrenwyk“ wird im ehemaligen werkseigenen Kaufhaus am Rande der 1906/1907 errichteten Arbeiterwohnkolonie präsentiert.

 Sechs Monate hat Björn Janssen (27, ovales Bild) aus Stedesdorf die Schulbank gedrückt. Nun wurde die Mühe belohnt: Er darf sich Meister des Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerks nennen. Bei Wiederaufnahme der Arbeit Anfang November erhielt er die Glückwünsche der Geschäftsleitung und der Kollegen des Karosserie-Fachbetriebs Osterkamp in Schortens. Dort fungiert er nun als Werkstattleiter für die Abteilungen KFZ-Mechanik, Karosseriebau und Lackierung.

„Unser ganzes Team hat prima mitgezogen, denn wir mussten ihn während der Meisterschule entbehren“, sagten Etta Osterkamp und Dagmar Bader, die Geschäftsführerinnen des etablierten Schortenser Handwerksbetriebes. Björn Janssen hat den Beruf des Kfz- Mechatronikers erlernt, wandte sich dann dem Karosserie- und Fahrzeugbau zu. Für den Meistertitel hatte er in Abendform die kaufmännischen und arbeitspädagogischen Teile bei der Handwerkskammer für Ostfriesland absolviert, dem sich die halbjährliche Vollzeitschule in Münster anschloss. Neben Janssen arbeiten zwei weitere Meister bei Osterkamp: Betriebsleiter Hans-Wilhelm Jacobs und Kfz-Meister Timo Jacobs.

In Erinnerungen schwelgen konnten die Einschulungsjahrgänge 1948, 1949 und 1950 der Volksschule in Cleverns bei einem großen Klassentreffen in Schortens. Renate Lihs, Karla Redelfs und Ludwig Jürgens hatten das Treffen organisiert, zu dem die früheren Schüler aus ganz Deutschland anreisten. Die Ehemaligen trafen sich beim Waldschlößchen in Addernhausen, gemeinsam unternahm die Gruppe eine Informationstour zum Jade-Weser-Port. Anschließend machte bei dem schönen Herbstwetter auch ein Spaziergang auf dem Anwesen der Burg Kniphausen viel Spaß. Beim Abendessen im Waldschlößchen, wurden danach Erinnerungen an die Schulzeit aufgefrischt.