Friesoythe - Eine Abordnung von Mitgliedern der Jungen Union Altes Amt Friesoythe hat jetzt die neue Flüchtlingsunterkunft an der Spreestraße in Friesoythe besucht.

Zwei Mitarbeiter des Caritas-Sozialwerkes (CSW)führten die Gruppe über das Gelände und zeigten ihnen eine noch leerstehende Wohneinheit für 16 Personen. Insgesamt 60 Asylbewerber leben derzeit in der Unterkunft. Die Höchstkapazität sei damit bereits fast erreicht, bereits im März werde damit gerechnet, dass das Wohnheim voll belegt sein wird, so Stefan Menke vom CSW. Bei der Besichtigung habe sich deutlich gezeigt, dass Frauen und Männer gut und vor allem sicher unterkommen würden, so die Junge Union. „Die Räumlichkeiten sind mit allem Notwendigen ausgestattet. Sanitäre Einrichtungen und Küche sind räumlich gut aufgeteilt.“

Nach dem Rundgang wurde auch der Außenbereich begangen. Das Gelände grenzt direkt an die Ausfahrt der Bundesstraße 72. An einer Stelle befände sich das Gebäude nur 15 bis 20 Meter von der Fahrbahnbegrenzung entfernt. Dazwischen gebe es bis auf einen kleinen Graben keine ausreichende Sicherheitsmaßnahme, um die Kinder vom Betreten der viel befahrenen Straße abzuhalten. Die Junge Union sieht hier noch dringenden Handlungsbedarf. Hier müsse eine schnelle Lösung gefunden werden, damit eine sichere Umgebung für die Kinder gewährleistet sei, heißt es in der Mitteilung. Auch Menke stimmte diesem zu und versicherte baldige Maßnahmen.

Die Junge Union sieht die Stadt Friesoythe bei der langfristigen Planung der Flüchtlingsunterbringung der kommenden Monate gefordert. „Die Stadt scheint kein langfristiges Konzept zu haben, wie die Asylbewerber versorgt und untergebracht werden können. Das neue Asylbewerberheim ist bereits ziemlich ausgelastet, doch im Frühjahr erfolgt eine neue Quotenzuteilung, wodurch wieder circa 130 neue Flüchtlinge auf Friesoythe verteilt werden müssen“, so die JU.

„Es ist zwingend notwendig, bereits ein Übergangskonzept bis zum Neubau weiterer Unterkünfte zu haben“, teilt die Junge Union mit. Neue Wohnheime ließen sich nicht in wenigen Tagen bauen. Die Bürgerinnen und Bürger sollten frühzeitig und umfangreich informiert werden. Im Zusammenhang dessen mangele es an einer transparenten Informationspolitik, so JU-Vorsitzender Jonas Bickschlag.

Den Mitarbeitern und Helfern vor Ort sprach Bickschlag seinen Dank und seine Anerkennung aus. Was hier geleistet werde, Tag für Tag, sei beeindruckend und verdiene großen Respekt.

Zukünftig soll es einen kontinuierlichen Austausch geben. Weiter plane die Junge Union für die nächste Zeit ein gemeinsames Abendessen, um mit den Asylbewerbern ins Gespräch zu kommen, heißt es.