KABUL/ - Nach immer neuen Anschlägen auf die Bundeswehr in Afghanistan hat das Verteidigungsministerium die Gefechtsbereitschaft seiner Soldaten betont. Am Sonntag waren bei einer Schießerei in der nordafghanischen Provinz Kundus zwei deutsche Soldaten verletzt worden. Ein Angreifer wurde vermutlich getötet, sagte Ministeriumssprecher Thomas Raabe. Bereits am Donnerstag seien bei mehrstündigen Kämpfen mit radikal-islamischen Taliban vermutlich zehn Gegner ums Leben gekommen. „Das zeigt, dass wir auch in der Lage sind, die Angreifer abzuwehren und auch zu töten“, betonte Raabe.
Unter den am Donnerstag involvierten bis zu 120 Bundeswehrsoldaten habe es keine Verletzten gegeben. Bei dem Sprengstoffanschlag auf eine Bundeswehr-Patrouille im Problem-Distrikt Chardara wurde am Sonntag hingegen ein Bundeswehrsoldat schwer und ein zweiter leicht verletzt. Beide wurden noch in der Nacht zum Montag zurück nach Deutschland geflogen. Der Zustand des durch einen Schuss schwer verletzten Soldaten sei stabil. Bei dem Angriff war auf die Patrouille zunächst ein Sprengstoffanschlag verübt worden, danach kam es zum Feuergefecht. Dabei seien beide Soldaten verletzt worden.
Raabe sprach von einer verschärften Sicherheitslage und verstärkten Kampfhandlungen. In diesem Jahr habe es in Afghanistan 34 „eindeutige“ Anschläge gegeben, allein 30 im Raum Kundus.
