KABUL - Die Bundeswehr ist in Afghanistan erneut Ziel eines Sprengstoffanschlags geworden: Zwei Soldaten wurden schwer, ein Soldat leicht verletzt. Eine Patrouille des deutschen Wiederaufbauteams im nordafghanischen Kundus fuhr mit einem geschützten Fahrzeug vom Typ Dingo in eine Sprengfalle, teilte der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, Karlheinz Viereck, am Donnerstag am Amtssitz in Geltow bei Potsdam mit. Die beiden schwer verletzten Soldaten würden nach Deutschland ausgeflogen. Sie werden an diesem Freitag ins Bundeswehrkrankenhaus Koblenz gebracht. Keiner befinde sich in Lebensgefahr.

Zu dem Anschlag in der Nacht zum Donnerstag nahe der Stadt Kundus bekannten sich via Internet die radikalislamischen Taliban. Die Bundeswehr nahm die Ermittlungen auf.

Auch dieser zehnte Angriff auf die Bundeswehr in Afghanistan seit Herbst 2006 wird Viereck zufolge nichts an dem Einsatz ändern: „Wir werden unseren Auftrag so durchführen, wie es sich gehört.“ Und: „Wir müssen mit solchen Anschlägen immer rechnen.“ Es gebe Menschen, die die Soldaten an der Erfüllung ihres Auftrags hindern wollten. Die Patrouillen am Tag und in der Nacht seien Teil des Einsatzes.

Die verletzten Soldaten gehören zur Luftlandebrigade 26 aus Saarlouis. Das bestätigte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr am Donnerstagabend.