Kabul - Bei mehreren Bombenanschlägen in verschiedenen Teilen Afghanistans sind Dutzende Menschen getötet worden, darunter auch Journalisten bei ihrer Arbeit vor Ort. Ein Doppelanschlag in Kabul kostete mindestens 25 Menschen das Leben und verletzte mindestens 49 weitere, sagte Polizeisprecher Hashmatullah Stanakzay. Unter den Opfern sind nach Angaben der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ mindestens neun Journalisten – unter ihnen der Fotograf Shah Marai der französischen Nachrichtenagentur Agence France Presse –, die über den ersten Anschlag berichten wollten. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Doppelanschlag in Kabul für sich.

Ein BBC-Reporter kam zudem bei einem Angriff in der Provinz Chost im Osten des Landes ums Leben. Er soll von Unbekannten erschossen worden sein.

In der Provinz Kandahar im Süden Afghanistans starben mindestens elf Kinder, als ein Selbstmordattentäter sein sprengstoffgeladenes Fahrzeug nahe einer Moschee explodieren ließ – das Ziel sollte offenbar ein ausländischer Militärkonvoi sein.