Hude/Oldenburg - Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und der Umgang mit Flüchtlingen sind Themen, mit denen viele Menschen im Alltag konfrontiert werden. Am Freitag und Sonnabend haben Schüler der Jahrgänge acht bis elf die Gelegenheit genutzt, sich während der politischen Nacht der Graf-Anton-Günther-Schule (GAG) mit diesen Problemen zu beschäftigen.
Die mehr als 30 Schüler nahmen an einem Workshop der „Aktion Courage“ teil, eines Vereins, der sich mit über 60 lokalen Organisationen in Deutschland für die Integration und politische Mitbestimmung von Menschen ausländischer Herkunft einsetzt. Nachdem die schlechte finanzielle und soziale Lage sowie die Flüchtlingsproblematik vieler Kontinente thematisiert worden waren, arbeiteten die Teilnehmer in kleinen Gruppen weiter. „Die Schüler haben ihr Wissen über Fluchtgründe, die Situation während der Flucht und die Probleme im Zielland vertieft“, berichtet Schülerin Marina Bruchmann. Während der Diskussionsrunde nutzten die Heranwachsenden die Gelegenheit, Fragen über die persönlichen Erfahrungen der Teamer zu stellen, die zum Teil selbst als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind.
Aus Sicht der Lehrkräfte Kerstin Strack und Michael Weyh war der Workshop ein Erfolg. Auch wenn die Schüler es als selbstverständlich ansehen, Mitbürger ausländischer Herkunft zu akzeptieren und integrieren, wollen sie ihre Mitschüler durch Projekte der „Aktion Courage“ weiter für Diskriminierung und Rassismus sensibilisieren.
Eindruck hinterließ eine Dokumentation der Journalistin Judith Rakers (ARD) über die Integration unbegleiteter Flüchtlingskinder. Mit Gesprächen bis spät in die Nacht und einem gemeinsamen Frühstück der Schüler ging die zweitägige Aktion zu Ende.
