Jever - Sie wollen Bürgermeister der Stadt Jever werden: Dietmar Rüstmann, Kämmerer bei der Stadt Jever, Jan Edo Albers, Rechtsanwalt und ehemals stellvertretender Bürgermeister sowie Frank Schnieder, beschäftigt beim Landkreis und Wirtschaftsförderer bei der Jade Bay GmbH. Erstmals stellten sich alle drei Bürgermeister-Kandidaten im Lokschuppen unter der Moderation von Christoph Hinz der Öffentlichkeit. Das Thema der Diskussionsrunde: Kultur in Jever.
Einig waren sich alle Kandidaten in dem, was Rüstmann eingangs formulierte: „Jever hat sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Wir müssen die kulturhistorischen Stärken der Stadt mehr herausstellen.“
Deutliche Unterschiede gab es dann aber bei der Frage, wo denn die Zuständigkeit für Kultur liegen sollte. Während Rüstmann sie beim Stadtmarketing sieht, Schnieder sogar das Angebot machte, die Koordination als Bürgermeister selbst zu übernehmen, plädierte Albers für einen zentralen Ansprechpartner, ähnlich dem Kulturkoordinator in Schortens, der hauptamtlich und direkt alle Fäden in der Hand haben und ein Profil für die kulturellen Schwerpunkte der Stadt entwickeln solle – und diese auch mit den Nachbarkommunen abstimmen müsse.
Neben dem Theater am Dannhalm, der Kultur für Kinder und Jugendliche, dem Spannungsfeld zwischen so genannter Hoch- und Populärkultur, der Frage, ob es wieder Freiluft-Theateraufführungen in Jever geben sollte und die Diskussion um den Skulpturenpfad kam auch die Kontroverse um den Neubau des Johann-Ahlers-Hauses durch eine Zuschauerfrage ins Gespräch. Dies sei „unglücklich gelaufen“, weil Bedenken in früheren Stadien der Planung hätten eingebracht werden sollen, waren sich alle drei Kandidaten einig.
