Berne/Lemwerder - Während die Zahl des Rehwilds im Streckenbericht des Stedinger Hegerings im vergangenen Jahr mit 115 (46 davon Fallwild) so hoch wie schon lange nicht mehr ist, hat die Zahl der Fasanen mit 106 (12 davon Fallwild) einen neuen Tiefstwert erreicht.
Eine Mitschuld könnte die seit den vergangenen vier Jahren höchste registrierte Zahl von 60 Steinmardern sein. Kritisch sehe die Jägerschaft darum dem geplanten Fallenverbot der neuen, rot-grünen Landesregierung entgegen, die auch die Jagd auf Zugvögel verbieten möchte, so der Kreisvorsitzende Bernhard Martens. Bezüglich des neuen Paragrafen zur Befriedung von Grundflächen aus ethischen Maßnahmen erklärte Martens, dass dieser frühestens ab Oktober rechtsverbindlich sei und erst dann Anträge dazu behandelt werden können. Eine weitere Paragrafenänderung besagt, erst wenn eine Jagdpacht abgelaufen ist, beantragt werden kann, dass Teile der Flächen nicht mehr bejagt werden dürfen.
Gemeinsam mit Friedhelm Laabs ist Michael Kuik verantwortlich für die Ausbildung der jungen Jagdhunde. 19 der 31 Tiere hatten dabei im vergangenen Jahr ihre Jagdhundeprüfungen bestanden. Wanderpokale in verschiedenen Disziplinen gingen an Udo Meyer, Andreas-Michael Heeren, Silvia Laabs sowie Harald Schwarting und ihre Tiere.
121 Mitglieder zählt der Hegering Stedingen derzeit, zu denen neben den drei Ehrenmitgliedern auch zwölf Gäste gehören. Der Vorsitzende Karl-Bernd Böse bedauerte nach vereinzelten, altersbedingten Austritten etwas, dass es gerade für ältere, nicht mehr aktive Jäger keine passive Mitgliedschaft gibt. Besonders freute sich Böse dagegen an diesem Abend Dieter Bädecker und Karsten Kuck für ihre 25-jährige Mitgliedschaft zu ehren.
Der Kassenbericht von Steffen Körber lag zwar ein wenig hinter den Erwartungen, was jedoch keinesfalls dramatisch sei, wie der Schatzmeister vorrechnete. Sehr zufrieden war dagegen Kai Vensler, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit, mit der Resonanz beim Tag des offenen Hofes oder der Teilnahme am Oldenburger Kramermarktumzug, wo die Stedinger Jäger auch 2013 wieder mit Äpfeln anstatt mit Bonbons werfen werden. Ebenfalls die Erkundung der Natur mit Grundschulklassen treffe stets auf großes Interesse der Kinder, hieß es.
Bei den Wahlen wurde Hegeringleiter Karl-Ernst Böse zum vierten Mal für vier Jahre in seinem Amt bestätigt. Sein Stellvertreter bleibt Heinz-Dieter Seemann. Auch mit Steffen Körber als Kassen- und Schriftwart und Egon Hedenkamp als Obmann für das Schießwesen bleibt alles beim Alten. Für das Amt als Hundeobmann steht Michael Kuik dagegen aus beruflichen Gründen nur noch ein Jahr zur Verfügung, wobei er von Friedhelm Laabs tatkräftig unterstützt wird.
