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NWZonline.de Nachrichten Politik

Kassenpatienten müssen warten

07.08.2013

Hannover /Oldenburg /Vechta Gesetzlich Krankenversicherte warten in Niedersachsen deutlich länger auf einen Arzttermin als Versicherte bei Privatkassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie der Grünen. Im Durchschnitt aller acht untersuchten Gebiete muss ein Kassenpatient rund 24 Tage länger auf einen Termin warten.

Besonders auffällig seien die Regionen Lüneburg und Braunschweig. Hier bekamen Kassenpatienten im Schnitt erst 41 Tage später einen Termin beim Facharzt als privat Versicherte, heißt es in der Studie. In der Region Oldenburg/Vechta waren es nur 15 Tage mehr Wartezeit.

Für die Studie wurde landesweit in 340 Facharztpraxen je zweimal in kurzen Abständen hintereinander angerufen und um einen Termin gebeten – einmal als Kassenpatient und einmal als privat Versicherter. In 30 Prozent der Praxen unterschieden sich die angeboten Wartezeiten kaum. In vielen Fällen mussten nach Informationen der Grünen die Kassenpatienten jedoch mehr als 100 Tage länger auf den Arzttermin warten. Spitzenreiter sei eine Hausarzt-Praxis in Lüneburg gewesen: Der Kassenpatient bekam einen Termin nach 190 Tagen angeboten, der privat Versicherte nach 33 Tagen.

„Das ist nicht fair, dass es solche Unterschiede gibt“, sagt die Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon (Nordheim). Wenn Ärzte für einen Privatpatienten mehr als das Doppelte an Honorar bekommen, gebe es aber einen systematischen Anreiz, diese auch zu bevorzugen. Die Grünen plädieren für eine Bürgerversicherung, um das zu ändern. „Hier gibt es einen besseren Solidarausgleich, und der Arzt hat keine Gründe, bestimmte Patienten zu bevorzugen.“

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