Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Un-Treffen Klimakonferenz muss in die Verlängerung

Teresa Dapp Torsten Holtz

Kattowitz - Im Endspurt des UN-Klimagipfels deutet viel darauf hin, dass die Unterhändler aus fast 200 Staaten in eine weitere Nachtsitzung müssen. Zwar legte die polnische Präsidentschaft in Kattowitz (Katowice) am Freitag einen 144-seitigen Entwurf für ein Gipfel-Ergebnis vor. An diesem gab es aber Kritik.

Auf der Konferenz geht es seit knapp zwei Wochen um die praktische Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und damit die Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst 1,5 Grad – verglichen mit der vorindustriellen Zeit. Um das zu schaffen, müssten die Staaten bald viel weniger Treibhausgase ausstoßen als bisher.

Einige Beispiele zu Streitfällen:

1,5-GRAD-ZIEL

Wissenschaftler aus aller Welt haben einen Bericht vorgelegt, demzufolge die Erderwärmung mit radikalen Maßnahmen noch auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau begrenzt werden kann – und sollte, denn zwei Grad Erwärmung hätten noch drastischere Folgen für Artensterben, Extremwetter, die menschliche Gesundheit und den Anstieg der Meeresspiegel. Umstritten ist jedoch, wie prominent der Gipfel diesen 1,5-Grad-Bericht hervorhebt und welche Schlussfolgerungen gezogen werden.

VERSCHMUTZUNGS-RECHTE

Verhandlungsinsider sprechen nur von „Kapitel 6“. Darin geht es um einen Marktmechanismus für das Recht auf Treibhausgas-Ausstoß. Staaten können sozusagen mit Verschmutzungsrechten handeln, denn für das Weltklima ist egal, wo die Treibhausgase herkommen und wo sie eingespart werden. Wichtig ist aber, dass hier nicht geschummelt werden kann.

KLIMASCHÄDEN

Die ärmeren und stärker betroffenen Staaten kämpfen dafür, Schäden und Verluste durch den Klimawandel gut sichtbar und eindeutig anzuerkennen und in die Berichte der Staaten als eigene Kategorie mit aufzunehmen. Die Industriestaaten dagegen fürchten, sie könnten quasi haftbar gemacht werden für die Schäden anderswo.

FINANZHILFEN

Harjeet Singh von Actionaid International sagte, die Angebote der reichen Staaten seien ein „grausamer Witz“ angesichts der immensen Schäden, die Dürren, Hochwasser und Stürme anrichteten. In den Entwürfen werde nicht klar festgehalten, wie die bereits zugesagten 100 Milliarden Dollar pro Jahr von 2020 an ausgezahlt werden.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Blick in die Räucherkammer bei Aal Bruns in Kayhauserfeld: Marco Pawlik ist mit der Qualität zufrieden.

DELIKATESSE NACH ÜBERLIEFERTER REZEPTUR Woher kommt der Zwischenahner Aal?

Kerstin Schumann
Kayhauserfeld
Der Bergpark Wilhelmshöhe: Hier befinden sich etliche Sehenswürdigkeiten.

NWZ-REISETIPPS: ABSTECHER NACH ... KASSEL Entspannte Stunden in historischen Parks

Kerstin Schumann
Kassel
Vor etwa einem Jahr eröffnete der Pflegedienst Paul-Lina seinen neuen Hauptsitz in Wittmund. Wegen eines Insolvenzverfahrens musste der Pflegedienst seinen Betrieb aufgeben.

STANDORTE IN WITTMUND UND EMDEN Insolvenz bei Pflegedienst Paul-Lina – So geht es für die Kunden weiter

Kim-Christin Hibbeler
Wittmund
Die Polizei sucht nach Zeugen, die einen Unfall in Stedesdorf gesehen haben könnten.

POLIZEI SUCHT NACH ZEUGEN Rollerfahrer fährt Elfjährigen in Stedesdorf an – und fährt einfach weiter

Stedesdorf
Urteil im Prozess um Totschlag in Damme vor dem Landgericht Oldenburg: Eine 39-jährige Frau wird dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Sie hatte im Wahn ihren Ehemann mit einem Schwert getötet.

LANDGERICHT OLDENBURG Ehemann mit Schwert getötet – 39-Jährige aus Damme verurteilt

Thilo Schröder
Damme