Im April 1943 fanden Soldaten der deutschen Wehrmacht in der Nähe des westrussischen Ortes Katyn Massengräber mit den Leichen von mehr als 4000 Polen. Nach dem Einmarsch der Roten Armee am 17. September 1939 hatten die Sowjets insgesamt rund 22 000 polnische Offiziere und Vertreter der bürgerlichen Elite interniert und 1940 an mehreren Orten erschossen. Die Sowjetführung leugnete und machte deutsche Truppen für das Massaker verantwortlich. Jahrzehntelang stand Katyn als Symbol für ungesühnten Massenmord und Geschichtsfälschung einer Aussöhnung zwischen Polen und Russen im Wege. Erst 1990 gab der neue Kremlchef Michail Gorbatschow zu, dass Sowjetdiktator Josef Stalin den Befehl zum Massenmord gegeben hatte.
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