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NWZonline.de Nachrichten Politik

Kein Grund für den Systemwechsel

18.02.2020

Das hört sich ja toll an. Wenn auch die Reichen, Beamten und Selbstständigen in die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) gezwungen würden, so ließ die Bertelsmann-Stiftung ein Fachinstitut analysieren, wäre fast alles gut. Dann gäbe es keine Zwei-Klassen-Medizin mehr, in der die Menschen unterschiedlich behandelt werden, je nach dem Umfang ihres Portemonnaies.

Der Beitragssatz für die Menschen könnte sinken und auch die GKV selbst hätte Anlass zum Jubeln. Sie könnten nämlich auf ein Plus von jährlich rund neun Milliarden Euro hoffen. Die Ärzte müssten zwar auf den ersten Blick Einkommensverluste fürchten, weil ihnen die lukrativen Privatpatienten von der Fahne gehen – aber das könnte man ja ausgleichen. Denn eines soll nicht geschehen: Dass sich Mängel in der medizinischen Versorgung auf dem Lande und in manchen Fachbereichen aus Geld-Gründen noch verschärfen.

Dass die Privaten Krankenversicherer diese Studie heftig kritisieren, für Stimmungsmache halten, ist noch kein Argument gegen einen solchen Vorstoß. Denn sie wären naturgemäß die Verlierer der Operation. Für sie blieben allenfalls ein paar Randgeschäfte. Doch das einmal außen vor gelassen: Es sträubt sich etwas, wenn man von Einheitslösungen hört, davon die Rede ist, dass sich alle Versicherten nicht mehr zwischen alternative Systemen entscheiden können, sondern ihnen nur noch ein Weg offensteht.

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Und wie lange in einem einförmigen System das Kostenargument trägt, ist ohnehin nicht abgemacht. Ja, es ist des Nachdenkens darüber wert, ob das duale deutsche Krankenversicherungssystem nicht verbessert, gerechter gemacht werden kann. Die Argumente aber, wie sie die Bertelsmann-Studie liefert, erscheinen auf den ersten Blick etwas oberflächlich, als eine Summe von Modellrechnungen. Das ist zu wenig, um gleich mit wehenden Fahnen das Ende der Privaten Krankenversicherung zu fordern.


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