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NWZonline.de Nachrichten Politik

Keine sachliche Lösung

15.05.2019
Betrifft: „Angst um Zukunft des Marinearsenals. „Verdi“- Vertrauensleute kritisieren Maßnahmen des Verteidigungsministeriums – Die Affäre um das Segelschulschiff „Gorch Fock“ hat Auswirkungen auf die Arbeit im Marinearsenal“, Region, 9. Mai

Die Aufregung um die Dienstposten beim Marinearsenal (MArs) kann ich nachvollziehen. Allerdings geht die Aussage der Vertrauensleute der Gewerkschaft „Verdi“ – „Wir sollen offenbar zum Bauernopfer gemacht und für etwas bestraft werden, für das wir keine Verantwortung tragen“ – doch stark an den realen Verhältnissen und Bedingungen vorbei. Die Verlagerung von 300 Dienstposten aus dem Arsenal organisatorisch in die übergeordnete Behörde – Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) – bedeutet erstmal keinen Verlust von Arbeitsplätzen, sondern lediglich eine strukturelle Maßnahme, die offenbar einer stärkeren Kontrolle des BAAINBw und des MArs durch das Ministerium geschuldet ist.

Allerdings stellt sich die Frage, ob der hier angedachte Weg wirklich zum gewünschten Ergebnis (...) führt. Erfahrungsgemäß ist davon auszugehen, dass dieser Schritt zu signifikant geringerer Effizienz in den Ablaufprozessen Rüstung und Nutzung der Großorganisation Bundeswehr führen wird. (...) Die Fehler und das Missmanagement beim Thema „Gorch Fock“ sind nach Aussage der Ministerin selbst auf Grund von mangelnder Abstimmung im BMVg zustande gekommen.

(...) Nicht Konzentration sondern Diversifikation ist hier die Lösung. Dann wären auch endlich alle an den Prozessen Rüstung und Nutzung Beteiligten inklusive des Betriebs- und Versorgungsverantwortlichen (das Marineunterstützungskommando) im BMVg nachgeordneten Bereich an einem Ort.

Das ist die sachliche Lösung! Ob sich diese mit einer politischen Vorgehensweise decken könnte, wage ich allerdings zu bezweifeln.

Knut Behrends
Oldenburg

Das Marinearsenal ist das Rückgrat für die Einsatzfähigkeit der Marine: jederzeit verfügbar bei Problemen im Einsatz weltweit mit erfahrenem Personal und Gerät und Know-how für jede Schiffsklasse! Keine Firma kann das leisten. Weiterhin gehört die regelmäßige Wartung und Instandsetzung aller Schiffsklassen unter Einbeziehung der einschlägigen Industrie zum Hauptaufgabengebiet des Arsenal und damit liegt die Kontrolle und das Know-how im Behördenbereich. Nur so kann Reaktionsfähigkeit, Qualität und Wirtschaftlichkeit für den Bund sichergestellt werden. Allerdings ist auch das Marinearsenal im Rahmen der Friedensdividende radikal herunter gewirtschaftet worden und bedarf einer gezielten systematischen Wiederherstellung seiner Leistungsfähigkeit statt kurzsichtigen Aktionen zum Schutz der politischen Führung.

Klaus-Peter Marten
Oldenburg

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