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NWZonline.de Nachrichten Politik

JUNG: „Keiner kann Merkel gefährlich werden“

20.08.2005

Von THORSTEN LANGENBAHN

Frage: Herr Jung, die Union hat trotz der umstrittenen Stoiber-Äußerungen um drei Prozentpunkte zugelegt. Wie kommt das?

Jung: Fast könnte man sagen: wegen der Stoiber-Äußerungen. Es hat dazu geführt, dass Stoiber als Person sozusagen zum Buhmann geworden ist und sich damit die Wahrscheinlichkeit seiner Präsenz in Berlin bei einem Sieg der Union weiter reduziert hat. Dies hat ein Teil des bürgerlichen Publikums mit einer gewissen Erleichterung wahrgenommen.

Frage: Und bezogen auf Ostdeutschland?

Jung: Dass es im Osten keinerlei Auswirkungen zeigt, hängt damit zusammen, dass sich die Union mit den rund 33 Prozent, die wir seit Wochen feststellen, in dieser Größenordnung bewegt, die eher den unteren Rand für die CDU im Osten darstellt. Die waren schon Schönbohm-getestet.

Frage: Teilen manche Bundesbürger Stoibers Kritik?

Jung: Der Großteil nicht, sonst hätte sich auch das Ansehen Stoibers verbessert. Das Gegenteil ist der Fall: Er ist geradezu abgestürzt, im Westen wie im Osten.

Frage: Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff ist parteiübergreifend der mit Abstand beliebteste Politiker. Wird er für seine Kritik an Stoiber belohnt?

JUng: Das kann man nicht erkennen. Wir haben von ihm schon vor der Kritik vergleichbare Werte gemessen.

Frage: Könnte Wulff als „König der Union“ ein Risiko für Angela Merkel darstellen?

Jung: Zurzeit gibt es in der Union niemanden, der Frau Merkel gefährlich werden könnte oder auch wollte.

Frage: Vier Wochen vor der Wahl: Wie groß ist das Lager der Unentschlossenen?

Jung: Das Lager der Unentschlossenen ist durchaus im normalen Bereich. Ungefähr zwei Drittel sagen: Meine Entscheidung ist schon sehr sicher oder sicher.

Frage: Mit was für einem Wahlausgang rechnen Sie?

JUng: Ich gehe davon aus, dass eine eigenständige Mehrheit für Rot/Grün nicht mehr möglich ist. Alles andere ist im Bereich dessen, was sich verändern kann.

Stoibers Äußerungen haben der Union nicht geschadet. Meinungsforscher Matthias Jung, Leiter der Forschungsgruppe Wahlen (Mannheim), sieht den CSU-Politiker dennoch als Buhmann.

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