KIEL - Als Rohstoff-Importeur, Exportweltmeister und eine der führenden Schifffahrtsnationen hängt Deutschland nach Ansicht von Marine-Experten weit stärker von sicheren Seewegen ab als allgemein bekannt. Darauf verwies Flotten-Befehlshaber Vizeadmiral Hans-Joachim Stricker am Montag in Kiel bei der Vorstellung eines Berichts zur maritimen Abhängigkeit der Bundesrepublik.

Daraus geht hervor, dass 20 Prozent des deutschen Außenhandels über Seehäfen abgewickelt werden. Sicherheit und Wohlergehen Deutschlands seien entscheidend von sicheren und verlässlichen Seeverbindungen abhängig, betonte Stricker angesichts von Gefahren durch Terroristen und Piraten.

Am weltweit boomenden Seeverkehr sind deutsche Unternehmen maßgeblich beteiligt: Derzeit kontrollieren 380 deutsche Reedereien 3300 Handelsschiffe. Sie kommen nach der Schiffszahl auf Platz zwei und nach der Tonnage auf Rang drei. Bei Containerschiffen führen deutsche Reeder die größte Flotte.

Bericht unter www.marine.de