Cloppenburg - Fast zehn Prozent der 568 Vormittagsplätze in den zwölf Cloppenburger Kindergärten sind zurzeit unbesetzt. Das geht aus einer Statistik hervor, die jetzt die Stadtverwaltung der Politik vorgelegt hat.
32 Plätze sind derzeit de facto nicht belegt. Hinzukommen weitere 15 mögliche Plätze, da aufgrund fehlender Auslastung eine Regelgruppe mit 25 möglichen Kindern auf zehn reduziert wurde. Und weitere sieben Mädchen und Jungen könnten bei einer Aufstockung der altersübergreifenden Gruppe in eine Regelgruppe am Bether Kindergarten St. Marien unterkommen.
„In den Hoch-Zeiten um die Jahre 2005 und 2006 hatten wir in Cloppenburg mehr als 400 Geburten pro Jahr, der Spitzenwert lag sogar bei 440. Inzwischen weisen die neuesten Zahlen 290 Geburten aus“, ist Erster Stadtrat Andreas Krems am Montag im NWZ -Gespräch von der Entwicklung nicht überrascht.
Die ersten Konsequenzen sind bereits gezogen worden. So wird der geplante Neubau des St.-Andreas-Kindergartens eine Gruppe weniger beherbergen als der Altbau, der zurzeit abgerissen wird.
Fast vollständig belegt sind dagegen die stadtweit 170 Nachmittagsplätze, von denen zurzeit nur sechs frei sind. Hinzukommen weitere 15 mögliche Plätze, da aufgrund fehlender Auslastung eine Regelgruppe mit 25 möglichen Plätzen auf zehn Plätze reduziert wurde. Auch die 218 Ganztagsplätze sind fast vollständig belegt, nur sieben können derzeit noch in Anspruch genommen werden.
Auch bei den 119 Krippenplätze, die an den Vormittagen zur Verfügung gestellt werden, heißt es „fast voll“. Lediglich zwei Plätze sind zurzeit vakant. „Hinzu kommen weitere mögliche sechs Plätze, wenn sich die Altersstruktur in den Krippen St. Augustinus und Zwergenland dahingehend ändert, dass zeitgleich weniger als acht Kinder unter zwei Jahren die jeweilige Einrichtung besuchen“, heißt es in der Statistik der Verwaltung. Und auch für die 60 Ganztags-Krippenplätze gebe es eine rege Nachfrage, hier seien lediglich vier frei.
