Kreyenbrück - Der Kinderschutzbund Oldenburg ruft zur Unterstützung von Familie Dirks in Kreyenbrück auf. „Die Familie muss ganz dringend aus dem Haus heraus“, betonte die Vorsitzende Ingrid Goertz am Dienstag gegenüber der NWZ. Die Situation in den stark von Schimmel befallenen Räumen sei unhaltbar geworden.
Die 35 Jahre alte Myriam Dirks und ihre sechs Kinder sind seit Monaten auf der Suche – bislang vergebens. „Wenn die Vermieter die Zahl der Kinder hören, ist es in der Regel vorbei“, musste Dirks bei ihren Gesprächen erfahren (NWZ berichtete). Ingrid Goertz vom Kinderschutzbund betont: „Viele denken bei dieser Kinderzahl an asoziale Verhältnisse. Aber das ist überhaupt nicht der Fall.“ So besuchten zum Beispiel die beiden ältesten Kinder ein Gymnasium.
Ein Gutachter hatte die Wohnung im Auftrag der Krankenkasse AOK untersucht und vor einer akuten Gesundheitsgefährdung durch den Schimmelpilz gewarnt. Fehler bei Sanierungsarbeiten – nicht mangelnde Lüftung – seien die Ursache, Der Vermieter will nach Angaben von Dirks aber erst nach einer Räumung aktiv werden.
Die Stadtverwaltung habe Familie Dirks Platz in Häusern für Obdachlose oder Asylbewerber angeboten, so Goertz. „Aber das ist unzumutbar.“
Myriam Dirks, die in der Altenpflege arbeitet, ist zu einem Umzug auch außerhalb von Odenburg bereit. „Hauptsache, wir kommen hier endlich raus.“
