KIRCHHATTEN - „Heimat ist der Ankerplatz der Seele und muss gepflegt werden“, sagte Carola Becker, Professorin für Umweltplanung an der Fachhochschule Oldenburg, am Donnerstag bei der 11. Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt im Kirchhatter Rathaus. Sie äußerte sich zu dem Hauptthema der Sitzung „Leitbild Kirchhatten“, stellte die Ergebnisse der Bürgermitwirkung und die Leitlinien zur Ortsentwicklung vor.

Aufgrund der Meinungen von Bürgern – auch die Kleinsten der Gemeinde und Jugendlichen wurden mit einbezogen – formulierte Becker zehn Leitlinien, die ein Grundgerüst für die Bearbeitung konkreter Planungen sowie Konzeptionen von Projekten liefern. In den Leitlinien ist unter anderem festgehalten, dass Kirchhattens überschaubarer, ländlicher und historischer Charakter bewahrt, gepflegt und behutsam weiterentwickelt wird, dass entlang der Durchfahrtsstraße die Interessen von Fußgängern und Radfahrern verbessert und die gewachsenen Geschäftslagen im Ortskern stabilisiert werden. Des weiteren sollten die Bürger stets öffentlich über Vorhaben und Fortschritte des Projektes informiert werden.

Becker machte nicht nur Vorschläge, sondern bedankte sich auch für die Zusammenarbeit der Verwaltung bei Gesprächen mit Vereinen, Verbänden und Gruppen. Auch die Kirchhatter Kinder hatten einen großen Anteil an der Ausarbeitung der Leitlinien. In einem Zeichnenprojekt brachten Grundschüler auf Papier, was sie an ihrer Gemeinde mögen und wie sie nicht aussehen sollte. Auch Jugendliche haben sich Gedanken gemacht und werden diese dem Rat vortragen.

Die zehn Leitlinien wurden einstimmig von den Ratsmitgliedern zur Kenntnis genommen. Die nächsten Maßnahmen werden zunächst fraktionsintern und in der nächsten Sitzung beraten.