Rastede - Der Vorentwurf für einen neuen Bebauungsplan, der Möglichkeiten für eine Entwicklung in der Ortsmitte Hahn-Lehmdens ermöglichen soll, ist am Montagnachmittag von den politischen Fraktionen im Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt und Straßen positiv aufgenommen worden. Einstimmig empfahl das Gremium, nun Öffentlichkeit und Behörden zu beteiligen. Abschließend muss an diesem Dienstag noch der Verwaltungsausschuss zustimmen. Das dürfte in diesem Fall Formsache sein.
Wie berichtet, sieht der Vorentwurf unter anderem vor, an der Ecke Wilhelmshavener Straße/Zum Haltepunkt auf einem Teil des Geländes des ehemaligen „Hahner Hofs“ einen Ortsplatz zu schaffen, der als Treffpunkt dienen soll. Dieser Wunsch war zuvor im Arbeitskreis Dorferneuerung formuliert worden. Auf dem verbleibenden Areal soll ein Neubau entstehen, in dem ein Café, eine Arztpraxis und im oberen Geschoss Mietwohnungen entstehen könnten.
Monika Sager-Gertje (SPD) begrüßte, dass in dem Vorentwurf am Ende der Straße Zum Haltepunkt, die zur Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven führt, ein Bereich für einen Haltepunkt festgeschrieben werden soll. Den Wunsch, dort auch einen Zughalt einzurichten, gibt es seit Jahren. Die Gemeinde solle diesbezüglich „am Ball bleiben“, sagte Sager-Gertje.
Ob es in Hahn-Lehmden überhaupt irgendwann einen Zughalt geben wird, ist aber unklar. Die Fläche könnte jedoch als Park-and-Ride-Parkplatz oder als Bushaltepunkt genutzt werden. Susanne Lamers (CDU) wies deshalb darauf hin, dass es nachlässig wäre, den Bereich nicht planerisch entsprechend festzuschreiben.
Gerd Langhorst (Grüne) war ebenfalls der Auffassung, dass die Forderung nach einem Bahnhaltepunkt aufrecht erhalten werden müsse. Im Zuge der Elektrifizierung der Bahnstrecke könnten dort künftig Züge eingesetzt werden, die kürzere Brems- und Anfahrtswege haben, so dass ein zusätzlicher Bahnhalt nicht zu Verzögerungen führen würde. Auch Rainer Zörgiebel (Freie Fraktion) begrüßte die Planung eines Ortsplatzes. „So kommt neues Leben in die Ortsmitte“, sagte er.
