Klaus Ernst bildet seit Mai gemeinsam mit Gesine Lötzsch die Doppelspitze der Linken. Der Bayer und die Ostberlinerin wurden auf einem Parteitag in Rostock mit großer Mehrheit gewählt. Ernst kündigte an, den Kurs von Oskar Lafontaine und Lothar Bisky fortzusetzen. Das bedeutet: Nein zu Hartz IV, keine Rente mit 67, Regulierung der Finanzmärkte und raus aus Afghanistan.

Ernst war unter anderem Erster Bevollmächtigter der IG Metall in Schweinfurt. Die lief dort zu Zeiten von Rot/Grün Sturm gegen die Regierungsprojekte Hartz IV und Agenda 2010. Ernst und andere verließen die SPD und gründeten die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG), die 2007 mit der PDS zur Linken fusionierte. Seit 2005 sitzt Ernst im Bundestag.

Der Bayer gilt als Kommunikator, aber mit seiner direkten Art und schroffem Humor auch als Provokateur.