Die Chefs kamen und gingen, Klaus Franz blieb. Knapp 37 Jahre seines Lebens verbrachte der gebürtige Schwabe beim Autobauer Opel. Als Betriebsrat wurde er zum Gesicht eines Unternehmens, das zuletzt von Krise zu Krise stolperte. Ende dieses Jahres soll nun Schluss sein: Franz (59) verabschiedet sich in die arbeitsfreie Zeit seiner Altersteilzeit.

Keiner aus der Belegschaft wurde so mächtig, kaum einer kämpfte so entschlossen für einen Neustart des traditionsreichen Autobauers Opel wie Franz. Lange galt er als heimlicher Manager der Marke.

1975 begann Franz als Lackierer bei Opel. 1981 wurde der aus der linken Sponti-Ecke stammende Mann erstmals in den Betriebsrat gewählt. Seit Juli 2000 führt er nicht nur den Betriebsrat, sondern auch den Konzern- und Gesamtbetriebsrat. Im Januar 2003 wurde Franz zudem Vize-Chef des Aufsichtsrates.