Der neue Landesvorsitzende der Berliner Linkspartei ist für die Genossen schon fast ein älterer Chef. Klaus Lederer ist 31 Jahre alt und beendet in diesen Tagen sein zweites Staatsexamen als Jurist. Seine Vorgänger Petra Pau und Stefan Liebich traten ihre Ämter bereits im Alter von 29 und 28 Jahren an. Aber Lederer wollte sich nicht drängen lassen, promovierte in den vergangenen Jahren und machte sein Referendariat.
Wie viele Altersgenossen aus anderen Parteien absolvierte auch der gebürtige Schweriner eine klassische Polit-Karriere: seit 1992 PDS-Mitglied, 1995 bis 1999 Bezirksverordneter in Berlin-Prenzlauer Berg, dann stellvertretender Bezirksvorsitzender, ab 2003 Vize-Landesvorsitzender und Mitglied des Abgeordnetenhauses. In der Fraktion hat sich der eloquente Politiker als rechtspolitischer Sprecher etabliert. Politisch wird Lederer den „Realpolitikern“ in den Reihen der Linkspartei zugerechnet.
